Ruhrseen

Zusage für Internationale Gartenschau löst Vorfreude aus

Auch das Ausflugsschiff Friedrich Harkort, das zwischen Wetter und Herdecke hin- und herfährt, kann bei der Internationalen Gartenschau  2027  womöglich mit auswärtigen Gästen rechnen.

Auch das Ausflugsschiff Friedrich Harkort, das zwischen Wetter und Herdecke hin- und herfährt, kann bei der Internationalen Gartenschau 2027 womöglich mit auswärtigen Gästen rechnen.

Foto: Jürgen Theobald

Wetter/Herdecke.   Der Hengstey- und Harkortsee sind Teil der Internationalen Gartenschau 2027. Wetter und Herdecke hoffen auf viele Gäste und Nachhaltigkeit.

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Zusage für die Internationale Gartenschau (IGA) im Jahr 2027, Bewerbung für die Regionale: Dank des Hengstey- und Harkortsees rücken auch Wetter und Herdecke in den nächsten Jahren verstärkt ins Blickfeld von Touristen, Planern oder Entscheidungsträgern über Fördergelder.

Was mit der Strukturfördermaßnahme Regionale begonnen wurde, lässt sich bei der IGA ab sofort konkret planen. Nach der positiven Entscheidung der Deutschen Bundesgartenschau-Gesellschaft ist auch die Freude in den zwei Rathäusern spürbar. Die Verwaltung in Wetter sieht durch diese „tolle Nachricht“ Chancen für das gesamte Revier, sich mit solch einem „bekannten und renommierten Projekt weltweit zu präsentieren“. Auch einzelne Städte wie Wetter können „eine viel beachtete kreative Landmarke setzen“. Herdeckes Bürgermeisterin Katja Strauss-Köster hebt hervor, dass sich mit der IGA und der Regionalen „die Stärken und Potenziale der Region weiter ausbauen lassen. Und unsere Stadt kann dadurch noch lebenswerter werden.“

Getragen werden soll die IGA von den 53 Kommunen und vier Kreisen (u.a. Ennepe-Ruhr) der Metropole Ruhr, von Verbänden wie Emschergenossenschaft und Lippeverband, der regionalen Wirtschaft und bürgerschaftlichem Engagement. In der erfolgreichen Bewerbung war von einem dezentralen Konzept mit fünf „Zukunftsstandorten“ wie etwa Dortmund die Rede.

Interessant sind auch erste Prognosen: Der Regionalverband Ruhr (RVR) geht von fünf Millionen IGA-Besuchern 2027 und von einem Investitionsvolumen von ca. 390 Millionen Euro in den nächsten zehn Jahren aus, rund 339 Millionen für dauerhafte Projekte.

Solche könnten sich an den beiden Ruhrstauseen entwickeln. Auch wenn noch nichts konkret ist und das Konzept in der Organisationsphase bis 2020 erarbeitet werden soll, so werden in der Bewerbung der Hengstey- und Harkortsee als Beispiele für das Zusammenspiel von Natur und Landschaft sowie Stadt und Gewässerlandschaft genannt.

Vergleich mit Kulturhauptstadt 2010

„Wir in Wetter werden gemeinsam mit vielen verschiedenen Akteuren – wie schon während der Kulturhauptstadt 2010 mit der erfolgreichen Local-Hero-Woche – unsere kreativen und künstlerischen Potenziale nutzen, um Wetter im Rahmen der IGA auf besondere und nachhaltige Weise zu inszenieren“, heißt es aus dem Rathaus der Harkortstadt. Die Ruhrauen in Volmarstein könnten noch stärker in den Fokus rücken.

Auch die Herdecker hoffen mit Blick auf das Koepchenwerk und den Radtourismus, dass die IGA nach innen und außen wirkt, also viele Gäste anlockt, das hiesige Freizeitareal ausgebaut werden kann und Investitionen über Fördertöpfe möglich sind. Dazu bieten sich mit der Regionalen und IGA nun gleich zwei Chancen. Daher gelte es nun, die Ideen zur Entwicklung der Ruhrseen weiter zu verfolgen. Nicht zuletzt lasse sich durch die internationale Schau, bei der laut Bewerbung auch bürgerschaftliche Initiativen willkommen sind, auch das Image verbessern.

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