Blumenthal-Gelände

Blumenthal: FDP in Herne kritisiert Raumplaner Gruehn

Was soll auf die Brache General Blumenthal in Herne? Die FDP in Herne kritisiert Äußerungen von Professor Dietwald Gruehn von der TU Dortmund.

Was soll auf die Brache General Blumenthal in Herne? Die FDP in Herne kritisiert Äußerungen von Professor Dietwald Gruehn von der TU Dortmund.

Foto: Hans Blossey / www.blossey.eu

Herne.  Macht eine Technologiewelt auf der Blumenthal-Brache Sinn? Oder ein Stadtwald? Die Herner FDP kritisiert Äußerungen des Raumplaners Prof. Gruehn.

Die FDP in Herne kritisiert Aussagen von Professor Dietwald Gruehn, Raumplaner an der TU Dortmund, über die geplante Internationale Technologiewelt auf der Zechenbrache General Blumenthal in Herne.

Dortmunder Studenten der Raumplanung machen sich in einem Projekt Gedanken darüber, wie die Fläche General Blumenthal entwickelt werden kann. Bisherige Ideen: eine Internationale Technologiewelt und ein Stadtwald. Professor Gruehn zweifelt im Gespräch mit der WAZ am Erfolg einer Technologiewelt. Ähnliche Angebote gebe es schon in anderen Städten, und es sei fraglich, ob es dafür in einer Stadt wie Herne und gerade auch in Post-Corona-Zeiten einen Bedarf gebe, begründete er. „Ich habe den Eindruck, dass das Projekt ein Strohhalm ist, an das sich Herne klammert“, so der Hochschullehrer. Gruehn lehnt aber auch den Vorschlag der Bürgerinitiative Stadtwald für einen Stadtwald auf der Brache ab: „Man sollte nicht die ganze Fläche grün halten.“

FDP: Wir brauchen Mut, auch neue Dinge zu versuchen

Es könne sich nur positiv auswirken, wenn sich auch die Wissenschaft Gedanken darüber mache, was aus der Fläche wird, so die Herner Liberalen in einer Mitteilung. Trotzdem dürften die Aussagen von Gruehn so nicht stehen gelassen werden. „Diese Denkweise wird uns nichts bringen. Wir brauchen Mut, auch neue Dinge zu versuchen“, so Vorstandsmitglied Manuel Wagner. Und: „Wenn wir alles so wie üblich machen und nur hier und da Kleinigkeiten verbessern, wird sich an der Gesamtsituation nichts ändern.“ Mit Aussagen wie die des Professors könne Herne „auch direkt aufgeben“.

Zusätzliches Know-how in die Stadt zu holen, sei Ziel der Herner FDP. Dabei soll von der Hochschuldichte im Ruhrgebiet und den guten Anbindungen profitiert werden: „Ich weiß nicht, wie oft ich in den vergangenen Jahren von unseren Standortvorteilen gesprochen habe und wie jede Person in Herne hiervon profitieren würde.“ Bochum entwickele sich gerade zu einem führenden Start-up-Standort. „Wir haben dieselbe Nähe zu RUB und den anderen Hochschulen – fangen wir an, dies zu nutzen“, so das FDP-Vorstandsmitglied.

Trotz ihrer Kritik an den Aussagen freuten sich die Liberalen auf die Vorstellung der Studenten: „Wir sind allen Diskussionen gegenüber aufgeschlossen und laden die Studentinnen und Studenten gern zu einem Gespräch vor Ort ein.“ Das Projekt Blumenthal werde in der Entwicklungs- und Planungszeit immer wieder verbessert und ergänzt, so dass gute Ideen der Studierenden durchaus eine Chance hätten.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben