Aktion

Herner WAZ-Leser schauten hinter die Kulissen von Zurbrüggen

Bei unserer Aktion „WAZ öffnet Pforten“ besichtigten WAZ-Leser das Möbelzentrum Zurbrüggen in Herne-Süd.

Bei unserer Aktion „WAZ öffnet Pforten“ besichtigten WAZ-Leser das Möbelzentrum Zurbrüggen in Herne-Süd.

Foto: Klaus Pollkläsener / FUNKE Foto Services

Herne.  WAZ-Leser schauten hinter die Kulissen des Herner Möbelzentrums Zurbrüggen. Auf dem Dach waren sie nicht nur von der Aussicht beeindruckt.

Landmarken wie das Bochumer Stadion oder die Arena auf Schalke hatten unsere WAZ-Leser angesichts des guten Wetters gleich entdeckt, als sie bei ihrem Rundgang durch das Möbelzentrum Zurbrüggen auf dem Dach des Gebäudes angelangt waren - ein Höhepunkt der letzten Sommerferien-Tour unserer Reihe „WAZ öffnet Pforten“.

Andreas van Eltern, technischer Leiter von Zurbrüggen, hatte die Besuchergruppe gleich zum Auftakt an den Ort geführt, „der einen klasse Ausblick bietet“, wie einige Leser meinten. Beeindruckt zeigten sie sich aber auch von der riesigen Photovoltaikanlage, die droben installiert ist. Auf die Frage, ob sie denn den gesamten Energiebedarf des Hauses abdecke, erwiderte van Elten: „Es reicht für rund ein Drittel der erforderlichen Menge“.

Wie ein kräftiger Windstoß

Das Dach des Gebäudes hatten die Gäste vom vierten Stockwerk aus erreicht, und Ursula Müller war schon überrascht, dass man überhaupt die Gelegenheit hatte, die Etage zu betreten. „Hier war ich noch nie“, meinte die 71-Jährige. Da er davon ausgehe, dass die Besucher die Verkaufsräume kennen, wolle er ihnen nun mal die Bereiche zeigen, die der Öffentlichkeit verschlossen bleiben, hob van Elten hervor. Das oberste Geschoss ist der Technik vorbehalten. Beispielsweise hat hier das Herz der Belüftungsanlage seinen Platz.

Eine der Apparaturen sei in der Lage, pro Stunde 148.000 Kubikmeter Luft zu bewegen, die andere komme auf eine Kapazität von 54.000 Kubikmetern. Wie stark die Luftströme sind, die von den Geräten ausgehen, konnten die Gäste dann auch selbst erleben: Ein kräftiger Windstoß kam ihnen entgegen, als van Elten die Tür zu einer der Anlagen öffnete. „Das, was wie Kissen aussieht, sind Filter zur Reinigung der Luft“, so der Technikchef. Natürlich müssten sie regelmäßig ausgewechselt werden.

Für den Ernstfall gewappnet

Zwei Belüftungsanlagen seien aus brandschutztechnischen Gründen erforderlich, erläuterte van Elten. „Zwischen ihnen wurde eine Brandschutzmauer errichtet.“ Welche wichtige Funktion eine solche Wand erfülle, habe man gerade erst wieder bei dem Feuer im Recklinghausener Indoor-Spielplatz gesehen. Die Schutzmauer dort habe Schlimmeres verhindert. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, „haben wir zudem eine Sprinkleranlage, die für gut eine Stunde Wasser liefert“, meinte der Technikexperte, als er den Besuchern den dazugehörigen, meterhohen Behälter zeigte.

Ebenso sei ein Notstromaggregat vorhanden. Für die Feuerwehr liegen, wie van Elten zeigte, in einem eigens eingerichteten Raum im Erdgeschoss so genannte Laufkarten bereit, die den Einsatzkräften Orientierung im Haus böten: „Wenn wir Umbauten vornehmen, müssen wir die Veränderungen dort einzeichnen, ansonsten haben die Feuerwehrleute ein Problem.“

Digitale Zukunft hat bereits begonnen

Welche Möglichkeiten die Digitalisierung für das Unternehmen Zurbrüggen mit sich bringe, zeige sich daran, dass alle Standorte miteinander vernetzt seien. „Ganz konkret: Wenn ich in Unna sitze, kann ich in Herne das Licht abschalten“. Digitale Technik sei ebenso bei Lager und Lieferung im Einsatz. Suche sich ein Kunde beispielsweise eine Matratze aus, könne der Verkäufer gleich im System nachsehen, ob sie hier in Herne oder an einem Standort vorrätig ist.

Einen Einblick in die Warenbestände bot van Elten, als sich die Gäste auf einer der Etagen im Lager umschauen konnten. Unverkäuflich waren indes die Windlichter, Vasen, Kissen und Tischdecken, die ihnen der technische Leiter zuvor gezeigt hatte. „Es handelt sich hier um Dekoartikel für unser Haus.“

Für ein persönliches Gespräch nahm er sich gemeinsam mit Heiko Schüller (40), stellvertretender Hausleiter, bei einer Kaffeetafel Zeit.

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