„Mein Lokal, Dein Lokal“

Kabel Eins dreht für Show “Mein Lokal, Dein Lokal“ in Herne

Die vier Konkurrenten bewerten die „Guten Stube“ des Parkhotels in Herne. Dort wurde für die Fernsehserie „Mein Lokal, Dein Lokal – Wo schmeckt’s am besten?“ gedreht.

Die vier Konkurrenten bewerten die „Guten Stube“ des Parkhotels in Herne. Dort wurde für die Fernsehserie „Mein Lokal, Dein Lokal – Wo schmeckt’s am besten?“ gedreht.

Foto: Rainer Raffalski / FUNKE Foto Services

Herne.  Die „Gute Stube“ in Herne macht bei der Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal“ mit. Für Chef Hendrik van Dillen steht nicht der Sieg im Vordergrund.

Kameramann, Tontechniker und Aufnahmeleiter: Es herrscht Gewusel im Restaurant „Gute Stube“ in Herne. Seit den frühen Morgenstunden wird in den Räumlichkeiten von Gastronom Hendrik van Dillen für die Kabel-Eins-Sendung „Mein Lokal, Dein Lokal – Wo schmeckt’s am besten?“ gedreht.

Etwas müde und doch aufgeregt steht der Chef in der Küche und stellt sein Team vor. Mit insgesamt zwanzig Leuten kümmern sie sich heute um das perfekte Drei-Gänge-Menü. Denn darum geht es in der Sendung: Fünf Gastronomen aus dem Ruhrgebiet treten gegeneinander an und kämpfen um den „Goldenen Teller“ als Trophäe und 3500 Euro Preisgeld. Nicht nur der Geschmack fällt in die Beurteilung, sondern es wird zudem darauf geachtet, ob der „Rundum-Service“ bleibenden Eindruck hinterlässt. Am Tag zuvor ging es nach Mülheim. Dort präsentierte die erste Kandidatin Pia Sündermann ihr Restaurant.

Guter Werbeeffekt für das Restaurant „Gute Stube“

Nach nur wenigen Stunden Schlaf ist nun van Dillen an der Reihe. „Wir waren sehr überrascht aber haben uns auch gefreut, dass der Sender auf uns zugekommen ist“, sagt der Restaurantchef. Deshalb sei die Entscheidung, nach Absprache mit Küchenchef Thorsten Brodal, leicht gefallen. „Denn natürlich hat das auch einen guten Werbeeffekt für uns.“

Was die „Gute Stube“ den Gästen bietet, wird noch nicht verraten, „aber es wird etwas geben, das es auch sonst auf unserer wechselnden Mittagskarte gibt“, erklärt Brodal. Da spiele es keine Rolle, dass ihm ein Fernsehteam über die Schulter schaue. Trotzdem hoffe er, dass keine Fehler passieren. „Eine gewisse Anspannung ist natürlich dabei.“

Von der Produktionsfirma werden keine Gerichte vorgegeben. „Aber wir achten bei unserer Restaurant-Auswahl darauf, dass eine gewisse Vielfalt vorhanden ist“, sagt Svea Wörn, Aufnahmeleiterin der Fernsehproduktionsfirma „Good Times“, die die Sendung im Auftrag von Kabel Eins dreht. Und so gibt es neben klassischer „Ruhrpott“-Wirtshausküche eben auch gehobenere Küche in der „Guten Stube“. Die anderen Sendungen werden in dieser Woche in Gelsenkirchen, Dorsten und Bottrop gedreht.

Kandidaten kennen sich über zwei Ecken

Die Konkurrenten kannte van Dillen bisher nicht. „Wir haben allerdings im Gespräch herausgefunden, dass man sich doch über zwei Ecken kennt.“ Im Vorfeld habe er noch Bedenken gehabt, schließlich habe er nicht wissen können, ob eventuell ein Kandidat dabei sei, der nur gewinnen möchte und deswegen mit unfairen Mitteln spiele, so van Dillen. Diese Sorgen seien jedoch bereits am ersten Tag aus dem Weg geräumt worden.

Für ihn steht nicht das Gewinnen der goldenen Trophäe an erster Stelle, sondern der Mehrwert, den er aus der Sendung mitnehmen kann: Spaß, ehrliche Kritik auf Augenhöhe, der Austausch unter Experten und Aufmerksamkeit. Vielleicht ist es diese Einstellung, die für eine entspannte Grundstimmung während den Dreharbeiten sorgt. Es bleibt spannend, ob diese Gelassenheit konstant gehalten werden kann oder bestimmte Speisewünsche das Küchenteam doch noch ins Schwitzen bringen.

Wer mit dem Herner Gastronomiebetrieb mitfiebern möchte und sehen will, ob die „Gute Stube“ mit ihrem exklusiven Ambiente und ihrer angepriesenen Qualität überzeugen konnte, muss sich allerdings noch etwas gedulden. Voraussichtlich wird die Ruhrgebiets-Ausgabe erst in etwa drei Monaten auf dem TV-Sender Kabel Eins ausgestrahlt.

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