Asylbewerber

Notlager für 1000 Flüchtlinge soll an die A 42 in Herne

Auf einer Gewerbefläche an der Dorstener Straße in Herne will das Land eine Notfall-Übergangseinrichtung für Flüchtlinge  bauen. In Hallen könnten dort rund 1000 Menschen untergebracht werden.

Auf einer Gewerbefläche an der Dorstener Straße in Herne will das Land eine Notfall-Übergangseinrichtung für Flüchtlinge bauen. In Hallen könnten dort rund 1000 Menschen untergebracht werden.

Herne.   Land plant Hallen für 1000 Flüchtlinge auf Brache in Herne. Stadtdirektor Klee und der künftige OB Dudda sehen Vorteile für die Stadt.

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Die geplante Notfall-Übergangseinrichtung des Landes soll an der A 42 in Baukau-West entstehen. Das hat Stadtdirektor Hans Werner Klee am Dienstag mitgeteilt. Auf einer Freifläche neben Indoor-Kartbahn und Fitnessstudio McFit an der Dorstener Straße 360 sollen auf einer Fläche von rund 30 000 Quadratmetern Leichtbauhallen errichtet werden.

Der künftige OB Frank Dudda hatte am Samstag im WAZ-Interview über die Pläne der Bezirksregierung Arnsberg zum Bau des Groß-Lagers berichtet; unklar war noch der Standort. Darüber informierte Stadtdirektor Klee nun den Haupt- und Finanzausschuss. Demnach will das Land die Freifläche neben der A 42-Anschlussstelle Crange für ein Jahr pachten. Derzeit liefen die Verhandlungen mit dem Besitzer des Areals.

Sportstätten würdenwieder freigezogen

Gebe es eine Einigung und könne das Land die Notfall-Übergangseinrichtung kurzfristig beziehen, hätte das mehrere Vorteile: Da die Flüchtlinge auf das Herner Kontingent angerechnet würden, gäbe es eine Entlastung für den Haushalt, müsse die Stadt die Kosten für die Landeseinrichtung doch nicht selber tragen. Nicht zuletzt: Die Flüchtlinge, die in den anderen vier Erstaufnahme-Einrichtungen des Landes in Herne untergebracht sind, könnten wieder freigezogen werden. Zur Erinnerung: Derzeit leben in Herne über 1300 Flüchtlinge, darunter 450 in provisorischen Landeseinrichtungen, die in den Turnhallen an der Stöck- und Steinstraße sowie in der Sporthalle Wanne-Süd und im Zeltlager im Sportpark Eickel entstanden.

Der künftige OB Frank Dudda empfiehlt der SPD-Fraktion, die Pläne zum Bau der Notfall-Einrichtung konstruktiv zu begleiten, hätten sie doch mehrere Vorteile für die Stadt. So wären nicht nur besagte Sportstätten wieder frei für die Aktiven, auch für die vielen Ehrenamtlichen und städtischen Mitarbeiter, die dort noch arbeiteten, gäbe es eine Entlastung: „Sie sind an ihren Grenzen angelangt.“

Auch Görresschule wird ab Montagwieder als Notlager benutzt

Am Montag, so kündigte Stadtdirektor Klee im Ausschuss ebenfalls an, komme eine weitere, dann fünfte Landeseinrichtung hinzu: in den Räumen der ehemaligen Görresschule in Röhlinghausen, die bereits im Winter für einige Wochen Notlager war. Das sei nötig, weil die ehemalige Janoschschule in Baukau, ursprünglich als Erstaufnahmeeinrichtung vorgesehen, in den kommenden Wochen doch noch nicht zur Verfügung stehe. Es gebe noch Probleme beim Brandschutz, begründete Klee.

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