Lesung

Pia Lüddecke und Benjamin Ehrenberg beschwören „Geister“

Autorin Pia Lüddecke und Musiker Benjamin Ehrenberg haben nur für das Foto die Rollen getauscht. Sie treten gemeinsam in der Mayerschen auf.

Autorin Pia Lüddecke und Musiker Benjamin Ehrenberg haben nur für das Foto die Rollen getauscht. Sie treten gemeinsam in der Mayerschen auf.

Foto: EBERHARD-KAMM

Herne.  Nach „Der schwarze Teufel“ hat Pia Lüddecke einen zweiten Schauerroman vorgelegt: „Geister“ - zu erleben als Live-Hörspiel in der Mayerschen.

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Dass ihr erstes Buch gleich so einschlagen würde, hätte Pia Lüddecke nicht erwartet. Nachdem vor drei Jahren „Der schwarze Teufel“ erschienen war, waren es vor allem die Live-Lesungen des Schauermärchens, die bei den Fans gut ankamen. Jetzt ist ein zweites Buch erschienen, und dieses Mal begegnen der Herner Autorin „Geister“. Am Samstag, 16. November, präsentiert Pia Lüddecke (38) mit ihrem Mann Benjamin „Ernest“ Ehrenberg (34) den Roman als „Live-Hörspiel“ in der Mayerschen.

https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/pia-lueddecke-aus-herne-schreibt-ein-schauermaerchen-id12385372.html„Ich mag Schauergeschichten“, bekennt die (zugezogene) Hernerin, die in Recklinghausen aufwuchs, und denkt dabei weniger an Splatter-Horror als an neblige Wälder. Düster gefärbt ist auch ihr zweiter Roman um den 17-jährigen eigenbrötlerischen Stubenhocker Tomas Jakobsen, der in seiner neuen Schule auf den abgedrehten Juri trifft, den die anderen „Totengräber“ nennen. Zufällig wohnt er in einer verfallenen Villa in der Nähe und nach und nach zieht er Tomas mit in seine Welt. Was harmlos beginnt, wird zu einem Horrortrip, der die Freundschaft der Jungen auf die Probe stellt.

Kein reiner Jugendroman

Grusel, Abenteuer, Freundschaft Liebe: Alles dabei also in dem Roman für junge, aber auch ältere Leser. Seine Autorin Pia Lüddecke sieht ihn als „Dark Fantasy“ in der Tradition der „Schwarzen Romantik“. Schauplatz ist das Ruhrgebiet im Jahr 1999, als abergläubische Zeitgenossen den Weltuntergang prophezeien. Orte wie das „Mottental“ wecken Assoziationen an das Muttental und das Lottental im Wittener und Bochumer Raum, wo sich Pia Lüddecke gut auskennt.

Sie arbeitet als Redakteurin für das Wittener Stadtmagazin. Für das Romanschreiben opfert sie Wochenenden und die Urlaubszeit. So hat es zwei Jahre gedauert, bis „Geister“ vollendet war. Von der Idee - die Einstiegsszene hat sie geträumt - bis zum fertigen Roman passiere bei ihr vieles intuitiv, erklärt die Autorin. „Wie sich alles auflöst, weiß ich selbst erst im Laufe der Geschichte.“ Die Figuren entwickelten ein Eigenleben. „Es macht Spaß, sich davon überraschen zu lassen“.

Beim neuen Verlag gut aufgehoben

In der Edition Outbird, ihrem neuen Verlag in Gera, fühlt sie sich in „guter Gesellschaft, was Mitautoren und Ausrichtung betrifft. Das hat sehr gut gepasst“, sagt Pia Lüddecke. Man sei dort „sehr offen für die düstere und phantastische Richtung“. Das Cover hat Holger Much geschaffen, ein Illustrator, Maler und Zeichner, der mit HR Giger, dem Schöpfer der Alien-Figuren, zusammen arbeitet.

https://www.waz.de/staedte/herne-wanne-eickel/pia-lueddecke-liest-aus-ihrem-debuet-der-schwarze-teufel-id209660979.htmlHobbymusiker Benjamin Ehrenberg hat mit ihr die Live-Show zu „Der schwarze Teufel“ erarbeitet und mehrfach aufgeführt, unter anderem bei „Bochum total“ und der Eröffnung der Ruhrfestspiele. Mit Schauspielern des Mondpalastes haben die beiden dazu eine Drei-CD-Box als Hörspiel aufgenommen. Auch mit dem neuen Projekt begeben sie sich wieder auf die Bühne, wo die Lesung zum theatralen Erlebnis wird. Ehrenberg liefert dafür nicht nur eigens komponierte Instrumentalstücke und Soundeffekte für eine schaurig-rockige Atmosphäre, sondern liest auch Passagen mit verschiedenen Stimmen.

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