Hospiz

Radfahrer aus Herne organisieren Ersatz-Tour für das Hospiz

Radeln für das Lukas-Hospiz: Immer wieder ein Event, wie hier 2014. Als Ersatz für die in diesem Jahr ausgefallene Benefiz-Tour findet eine privat initiierte Tour ab der Künstlerzeche statt.

Radeln für das Lukas-Hospiz: Immer wieder ein Event, wie hier 2014. Als Ersatz für die in diesem Jahr ausgefallene Benefiz-Tour findet eine privat initiierte Tour ab der Künstlerzeche statt.

Foto: Jürgen Theobald / WAZ FotoPool

Herne.  Weil die 13. Benefiz-Tour für das Lukas-Hospiz im Juni ausfallen musste, haben sich Roland Jensen und Horst „Hotte“ Schröder etwas überlegt.

Auf seine Radfahrer konnte sich das Lukas-Hospiz immer verlassen. Zum 13. Mal sollten sie in diesem Jahr am 13. Juni zur Benefiz-Tour starten, doch Corona durchkreuzte diese Pläne. Als alte Tour-Teilnehmer wollten Roland Jensen und „Hotte“ Schröder das nicht akzeptieren: Sie laden alle Radfahrer und Radfahrerinnen dazu ein, für das Hospiz in die Pedale zu treten. Der Herner ADFC unterstützt sie dabei.

Stadtsportbund und Sparkasse als Sponsoren

Roland Jensen und Horst Schröder kennen sich sich von früheren Benefiz-Radtouren für das Hospiz. „Ich bin seit Jahr und Tag als Gastfahrer des Taekwondo Vereins Wanne dabei“, erklärt „Hotte“. Und so kamen die beiden auf die Idee, selbst etwas auf die Beine zu stellen - coronagerecht, versteht sich. Herner Sparkasse und Stadtsportbund konnten als Sponsoren gewonnen werden. Darüber hinaus bauen die Veranstalter auf die Großzügigkeit der Teilnehmenden, die sich an der Künstlerzeche Unser Fritz treffen und einschreiben und gerne etwas spenden sollen.

Dort haben sie am Samstag, 25. Juli, die Wahl zwischen drei Touren. Um 10 Uhr startet die erste und mit 25 Kilometern kürzeste - in Kleingruppen - zur Bochumer Jahrhunderthalle. Zwei weitere führen mit leicht zeitversetztem Start zur Zeche Zollverein in Essen (31 Kilometer) und nach Schloss Berge in Gelsenkirchen (52 Kilometer). Die beiden letztgenannten werden von Volker Bregulla und Michael Thomasen und weiteren erfahrenen Radfahrern des Herner ADFC geleitet. Enden sollen alle drei Touren auf dem Hof des Heimatmuseums Unser Fritz, wo Hotte Schröder das Gleiscafé Fritzchen betreibt.

Eigene Touren sind möglich

„Wir bieten auch jedem an, mit einer Gruppe eigene Ziele anzufahren“, sagt Horst Schröder. Wichtig sei es nur, sich an der Künstlerzeche registrieren zu lassen. Die Veranstalter betonen, dass sie mit den Kleingruppen und der Entzerrung beim Start und der Ankunft die Corona-Richtlinien einhalten.

„Wir haben uns schwer getan, die Veranstaltung abzusagen“, versichert Anneli Wallbaum, die Leiterin des Lukas-Hospizes, das mit Unterstützung der Radsportgemeinschaft Herne (RSG) alljährlich zum Benefiz-Event geladen hatte und bis zu 1500 Radfahrer damit erreichte. „Beim ersten Mal hatten wir 24.000 Euro Erlös, beim letzten Mal 51.000 Euro“, sagt die Hospiz-Leiterin, die sich um so mehr freut, dass nun doch eine Tour stattfindet. Sie will auf jeden Fall mit ihrem Team am Veranstaltungstag das Event unterstützen.

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