Innenstadt

Stadt Herne will ehemaliges Hertie-Haus bis Juni verkaufen

Das ehemalige Hertie-Haus an der Bahnhofstraße.

Das ehemalige Hertie-Haus an der Bahnhofstraße.

Foto: FUNKE Foto Services

Herne.   Bis zur Jahresmitte sollen Verhandlungen mit der Landmarken AG abgeschlossen sein. Für den Investor sind Supermarkt und Fitnesscenter als Mieter „nicht zwingend“.

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Der Rat hat in der vergangenen Woche grünes Licht für die Umgestaltung des Hertie-Hauses zu den „Neuen Höfen Herne“ durch die Aachener Landmarken AG gegeben. Doch besiegelt ist das ambitionierte Projekt in der Herner Innenstadt damit noch lange nicht.

Wie geht es nun weiter?

Die vom Rat zu weiteren Verhandlungen autorisierte Stadtentwicklungsgesellschaft (SEG) lasse zurzeit den Kaufvertrag mit notarieller Hilfe erarbeiten, so Stadtsprecher Christoph Hüsken.

Wann wird sich die Stadt mit dem potenziellen Investor Landmarken AG erneut an den Tisch setzen?

Direkt nach den Osterferien werde die SEG in weitere Gespräche mit der Landmarken AG über das Konzept „Neue Höfe Herne“ eintreten, berichtet Christoph Hüsken. Dabei gehe es auch um die „konkretere Benennung“ von potenziellen Ankermietern beziehungsweise den Stand der Verhandlungen. Weitere Themen seien die konkretisierte Planung durch die Landmarken AG, die Abstimmung mit der Denkmalbehörde, der Kaufvertragsentwurf und der Zeitplan fürs gesamte Projekt.

Wann ist mit einem Abschluss zu rechnen?

„Die Zielrichtung der SEG ist auf einen Abschluss der Verkaufsverhandlungen zur Jahresmitte ausgerichtet“, so der Stadtsprecher. Wie berichtet, könnten die „Neuen Höfe Herne“ bei idealem Planungsverlauf Ende 2018 eröffnet werden.

Ist mit einer 1:1-Umsetzung des von der Landmarken AG vorgelegten Konzepts – Supermarkt im Untergeschoss, ein großer Ankermieter, Gastronomie, Fitness-Center, Büros, Wohnungen – zu rechnen?

Theoretisch ist das möglich, doch in der Praxis könnte das ganz anders aussehen. Wie berichtet, hat die Landmarken AG bei Erarbeitung des Konzepts – anders als Mitkonkurrenten – darauf verzichtet, potenzielle Ankermieter auf deren Interesse abzuklopfen. Und: Auf Zweifel von Bürgern an der Ansiedlung eines Fitnesscenters erklärte Edgar Neufeld (Büro Stadt &Handel), der für die Verwaltung den Prozess mitorganisiert, dass beim Investor eine „gewisse Flexibilität“ bestehe. Auch Aussagen von Kämmerer Hans Werner Klee im Rat ließen aufhorchen. Auf Nachfrage von Piraten-AL räumte er ein, dass Edeka einem Lebensmittelmarkt im Untergeschoss negativ gegenüberstehe. Von Rewe sei keine Einschätzung bekannt. Und auch das sagte Klee: Dass ein Supermarkt ins Untergeschoss einziehe, stehe noch gar nicht fest. Die Landmarken AG bestätigt dies auf Anfrage: In den Entwurf aufgenommene Nutzungen durch einen Lebensmittelmarkt und ein Fitness-Center seien aufgrund des flexiblen Konzepts „nicht zwingend“.

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