Kirche

Das Miteinander als Fundament der Kirche

Konrad Dickhaus (li.) und Pfarrer Johannes Hammer blicken mit Freude auf das Fest rund um die 125-jährige Fertigstellung der St. Aloysius-Kirche.

Konrad Dickhaus (li.) und Pfarrer Johannes Hammer blicken mit Freude auf das Fest rund um die 125-jährige Fertigstellung der St. Aloysius-Kirche.

Foto: Vanessa Wittenburg / IKZ

Iserlohn.  Vor rund 125 Jahren wurde die katholische Kirche St. Aloysius fertiggestellt. Drei Veranstaltungen sind jetzt anlässlich des Jubiläums geplant.

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Die Sonne lacht über den zwei geschichtsträchtigen Türmen aus rotem Backstein am Hohler Weg. Dort feierten vor rund 125 Jahren, am 21. Juni 1894, die Iserlohner Katholiken die erste Heilige Messe in ihrem neuen Gotteshaus – der St.-Aloysius-Kirche. Und das will die Kirchengemeinde in ihrem Festjahr jetzt mit gleich drei Veranstaltungen in den kommenden zwei Wochen feiern.

„Wir möchten alle Iserlohner, ob Gemeindemitglied oder nicht, zu diesen Veranstaltungen einladen. Alle Interessierten sollen an diesen Feierlichkeiten teilhaben können, anstatt den Festakt auf einen Gottesdienst zu begrenzen“, erklärt Konrad Dickhaus, der die Veranstaltungen rund um das 125-jährige Jubiläum mitorganisiert hat. Den Organisatoren liegt vor allem am Herzen, den Besuchern die Grundlagen der Kirche vor Augen zu führen. „Denn die Basis einer jeden Kirche ist das Miteinander“, sagt Dickhaus.

Um dieses Fundament in Erinnerung zu rufen, beschäftigen sich gleich zwei Veranstaltungen mit der Kirche St. Aloysius sowie der katholischen Gemeinde. Am kommenden Donnerstag, 29. August, wird ab 19 Uhr im Forum St. Pankratius über die Baugeschichte der Kirche berichtet, aber auch über das Aufkeimen des Katholizismus, denn die Gemeinde ist erst rund 265 Jahre alt. „Iserlohn war ja immer eher evangelisch geprägt im Gegensatz zur Umgebung, wie zum Beispiel in Menden“, erläutert der ehemalige Geschichtslehrer Dickhaus, der über die geschichtlichen Hintergründe berichten wird. Für spezifischere Informationen rund um die Kirche und den Bau konnte der ehemalige Stadtarchivar Götz Bettge gewonnen werden.

„Wir wollen das ins Bewusstsein rücken und auch verdeutlichen, wie eigenwillig und besonders die katholische Gemeinde zu dieser Zeit war“, erläutert Dickhaus das Ziel der historisch geprägten Veranstaltung. Ergänzt wird dieser Vortrag dann in der darauffolgenden Woche mit einem historischen Spaziergang durch das „katholische Iserlohn“.

Am Mittwoch, 4. September, können Interessierte unter Leitung von Götz Bettge ab 18 Uhr auf den Spuren der Iserlohner Katholiken wandeln. In dem rund 90-minütigen Rundgang wird unter anderem an den ehemaligen Standorten der katholischen Kirchen Halt gemacht. „Vor dem Bau der St. Aloysius hatte die zu dem Zeitpunkt noch recht junge Gemeinde bereits zwei Kirchen aufgrund von Bergschäden und Bodenabsenkungen aufgeben müssen“, gibt Dickhaus einen Ausblick auf die Veranstaltung.

Rallye und Rudelsingen am „Tag der Begegnung“

Ihren Höhepunkt finden die Feierlichkeiten dann am „Tag der Begegnung“ am Sonntag, 1. September. Im Anschluss an den Festgottesdienst, ab etwa 12.30 Uhr, laden die verschiedenen Gruppen der Gemeinde zu einem fröhlichen Miteinander rund um Aloysius ein. Für das leibliche Wohl der Gäste ist ausreichend mit Gegrilltem, Suppen, Kuchen und sogar einer Candybar gesorgt. „Bei schlechtem Wetter haben wir genügend Möglichkeiten die Aktionen nach drinnen zu verlegen“, sagt Konrad Dickhaus.

Vor allem für die Kinder wird Einiges geboten: neben Basteln mit Naturmaterialien, gibt es einen Lego-Bereich und ein Schubkarren-Rennen. Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung organisiert ab 13.30 Uhr eine Kirchenrallye für Erwachsene und Kinder, bei der es gilt, die Kirche zu erkunden und mit Spürsinn Fragen zu beantworten. Die Sieger werden gegen 15 Uhr prämiert. Ein besonderes Highlight für Groß und Klein wird auch das Rudelsingen ab 14.30 Uhr mit dem „Collegium Vocale“ sein.

Auch für ein abwechslungsreiches inhaltliches Programm ist gesorgt. „Die Frauengruppe kfd bietet ein Netz an, in das die Besucher ihre Wünsche, Gedanken oder auch einfach nur schöne Blumen hängen können“, erklärt Dickhaus. Das Kenia-Team stellt seine Aktionen vor und verkauft Eine-Welt-Waren, und der Bibelkreis bietet informative Unterhaltung mit einem Bibelpuzzle. Außerdem gibt es eine Fotowand mit historischen Bildern sowie eine Bücherkiste. „Nach dem Abriss der Bibliothek sind leider noch einige Bücher übrig geblieben, die wollen wir jetzt zum Kilopreis an Interessierte abgeben“, sagt Dickhaus.

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