Jugend

Das Recht auf Freunde und Liebe

Auf dem Spielplatzfest am Nußberg haben die Mädchen und Jungen die erste Dachlattenfigur mit ihren Ideen und Vorstellungen von Kinderrechten bestückt.

Auf dem Spielplatzfest am Nußberg haben die Mädchen und Jungen die erste Dachlattenfigur mit ihren Ideen und Vorstellungen von Kinderrechten bestückt.

Foto: Caroline Meffert

Iserlohn.   Mit einer neuen Kampagne sollen die Kinderrechte in den Fokus gerückt werden

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Es ist ein bunter Nachmittag auf dem Spielplatz an der Königsberger Straße am Nußberg. Kinder mit geschminkten Gesichtern laufen freudestrahlend über den Spielplatz, bauen Sandfiguren im Spielplatz oder beißen genüsslich in die frisch gebackenen Waffeln. Gemeinsam mit der Spielplatzpatin Daniela Pipiras und der OGS Nußberg hatte das Kinder- und Jugendbüro zum Start der Spielplatzfest-Saison viele Aktionen für die kleinen und großen Besucher vorbereitet. Zudem stand aber auch ein wichtiges Thema im Fokus, für das es weitere Bastelaktionen gab: die Kinderrechte.

Im November werden die Kinderrechte der Vereinten Nationen 30 Jahre alt – ein Anlass, um vor allem Kinder und Jugendliche auf die Kinderrechte aufmerksam zu machen, aber auch Erwachsene über das Thema zu informieren. „Nicht allen ist klar oder bewusst, dass es Kinderrechte gibt und das sie gesetzlich verankert sind“, erklärt Petra Lamberts, Leiterin des Kinder- und Jugendbüros Iserlohn.

Figuren-Installation am Weltkindertag im September

Für die neue Kinderrechte-Kampagne steht vor allem der Aufbau einer „Kinderrechte-Union“ aus lebensgroßen Dachlattenfiguren im Vordergrund, die am Weltkindertag am 21. September in Iserlohn ausgestellt werden. „Wir hoffen, dass wir bis dahin eine komplette ,Kinderrechte-Armee’ zusammen bekommen, die dann als Figuren-Installation aufgestellt werden kann“, sagt Lamberts. Die erste Dachlattenfigur wurde am Freitagnachmittag im Rahmen des Spielplatzfests von den Mädchen und Jungen gebaut.

„Für die Figuren habe ich mit den Kindern einen kunsttherapeutischen Ansatz gewählt“, erklärt Astrid Halfmann, die im Auftrag des Kinder- und Jugendbüros das Kunstkommunikationsprojekt leitet. So stellen die Wolken die Gedanken der Kinder dar, die Haare symbolisieren die Rechte, die die Kinder bereits in der Schule gelernt haben, die Hände zeigen, was die Kinder gern machen wollen, und das Herz verweist auf das, was ihnen im Leben wichtig ist. Dabei soll sich eine Dachlattenfigur mit einem Kinderrecht intensiver auseinander setzen.

Die erste Figur auf dem Spielplatzfest hat sich zunächst allgemein mit den Kinderrechten auseinandergesetzt. „Das Recht auf Freunde“ oder „Das Recht auf Liebe“ sind nur zwei Beispiele, die die Kinder an der Figur fest machen.

Neben den Spielplatzfesten wurde bereits ein Aufruf an alle Schulen, Vereine und Verbände gestartet, sich an dem Projekt zu beteiligen, fast 30 Rückmeldungen hat das Kinder- und Jugendbüro bereits entgegen genommen. Auch ein Kindergarten aus Dortmund möchte sich an der Aktion beteiligen. „Das ist natürlich ein tolles Feedback, dass die Kampagne auch überregional Interesse weckt“, sagt Petra Lamberts.

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