Kinder- und Jugendrat

Die Iserlohner Jugend hat reichlich Redebedarf

Mit Mitarbeitern des Kinder- und Jugendbüros haben Mitglieder und Freunde des Kinder- und Jugendrates das Kongress-Programm vorgestellt.

Mit Mitarbeitern des Kinder- und Jugendbüros haben Mitglieder und Freunde des Kinder- und Jugendrates das Kongress-Programm vorgestellt.

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  Für den 2. Jugendpolitik-Kongress des Kinder- und Jugendrates am 6. November können sich Schüler, Vereine und Verbände jetzt noch anmelden.

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Klimaschutz, Mobbing, Rassismus, Schule und eine Stadt, in der sich Kinder und Jugendliche wohl fühlen – das sind die Themen beim zweiten Jugendpolitik-Kongress am Mittwoch, 6. November, von 9.30 bis 16 Uhr im Parktheater.

Schon die Premiere des „Partizipationstages“, wie der etwas sperrige offizielle Titel der Veranstaltung lautet, war vor zwei Jahren ein voller Erfolg. Damit hatte der Kinder- und Jugendrat mit Unterstützung des Teams vom Kinder- und Jugendbüro – schon lange vor „Fridays for Future“ & Co. und geradezu prophetisch – deutlich gemacht, wie wichtig Teilhabe, Mitwirkung und Mitbestimmung von jungen Menschen in unserer Gesellschaft sind.

„Worldcafé“, Planspiel und Projekt zur Stadtentwicklung

Während 2017 unter dem Motto „Jugend trifft auf Politik“ Kommunalpolitiker auf den verschiedenen Podien Rede und Antwort standen, sind die Parteien-Vertreter diesmal zwar auch dabei, aber mehr in einer teilnehmenden Rolle und zwar vor allem bei einer der drei zentralen Veranstaltungen ab 11 Uhr, dem „Worldcafé“. An 17 Tischen mit jeweils sechs Teilnehmern sollen dabei jeweils zu verschiedenen Themen (Rassismus, Mobbing, Klimaschutz, aber auch lokalen wie dem „Digitalen Wissenscampus“) Ideen gesammelt und auf Plakaten festgehalten werden. Zudem werden die Politiker auch wieder zwischendurch auf der Jugendmesse, die bereits um 9.30 Uhr startet, wie bei einer „Living Library“ unter dem Titel „Politiker Hautnah“ für Gespräche zur Verfügung stehen.

Unter dem Oberthema des Tages „Wir müssen reden“ stehen auch die beiden anderen Veranstaltungen ab 11 Uhr: das Planspiel zu den Themen Schule und Mobbing einerseits und das Stadtplanungs-Projekt „Iserlohn und ich“ andererseits. Bei letzterem soll es darum gehen, was sich Kinder und Jugendlichen wünschen, wie sich Iserlohn entwickeln sollte und muss, damit sie gegebenenfalls nur für Ausbildung und Studium woanders hinziehen bzw. damit sie anschließend wieder in ihre Heimatstadt zurückkommen.

Die Ergebnisse aus allen Gruppen werden ab 15 Uhr in einer Plenumsrunde kurz zusammengetragen. Im Mittelpunkt soll dann aber neben den „Fridays for Future“-Aktionen, vertreten durch Mit-Organisator Luca Ströhmann, vor allem der Bericht der UN-Jugenddelegierten Josephine Hebling stehen. Die 19-jährige Freiburgerin wird nicht nur von der Generalversammlung der Vereinten Nationen berichten, sondern auch mögliche Forderungen aus Iserlohn wieder mit nach New York nehmen, wenn sie im Februar 2020 dort an der Sitzung der Sozialentwicklungskommission teilnimmt.

Als Klasse oder Kurs anmelden oder vom Unterricht befreien lassen

Bislang haben sich 320 Schülerinnen und Schüler angemeldet, darunter allein 119 von der Realschule am Hemberg und 100 vom Friederike-Fliedner-Berufskolleg. Angesichts von bis zu 500 möglichen Teilnehmern ist noch Platz nach oben wie auch bei der Jugendmesse, die übrigens mit einem Auftritt des Beatboxers Kevin O’Neal eröffnet wird. Der Beigeordnete Martin Stolte hat jetzt in einem Brief an alle Schulleiter noch einmal die Bedeutung der Veranstaltung unterstrichen. Anmeldungen sind sowohl für ganze Klassen und Kurse möglich. Schüler können sich aber auch einzeln mit der Erklärung auf der Rückseite des Werbeflyers für den Kongress vom Unterricht befreien lassen.

Junge Moderatoren können sich noch schulen lassen

Im Gegensatz zur Premiere vor zwei Jahren wird der Kinder- und Jugendrat diesmal selber alle Moderatoren für die Veranstaltung stellen.

Dank Fördermitteln des Landes konnten bereits 16 Mitglieder und Freunde des KiJuRats vom Berliner Büro „planpolitik“, das auch beim Kongress dabei ist, entsprechend geschult werden.

Mit den Materialien der Planspiel-Profis bieten Lucas Meyer und Riana Rebohm, die im Rahmen ihres Studiums der Sozialen Arbeit bzw. der Kindheitswissenschaften derzeit Praktika im Kinder- und Jugendbüro absolvieren, eine weitere Schulung jetzt in den Herbstferien an.

Interessierte können sich melden: 02371/217-2241.

Alle Infos unter www.kinderundjugendbuero-iserlohn.de.

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