Fahrrad

Durchgängiger Radweg nicht vor 2020

Michael Kuprat (li.) und Bernd Schlünder (re.) diskutieren mit Rolf Kaiser über die Radfahr-Probleme an der Baarstraße.

Michael Kuprat (li.) und Bernd Schlünder (re.) diskutieren mit Rolf Kaiser über die Radfahr-Probleme an der Baarstraße.

Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.   Ortstermin an der Baarstraße, die stadtauswärts schwer befahrbar ist

Die Problematik ist altbekannt: Die Baarstraße, eine eigenartige Mischwegeführung ab der Tankstelle am Kreisel bis zur Einmündung Seilerseestraße, zumindest aus Radfahrersicht. Straße, Fußweg, Radweg, auf dem Seitenstreifen parkende Autos. Auf allem muss notgedrungen mal gefahren werden. Schön ist anders.

Besserung soll das Radwegekonzept der Stadt Iserlohn bringen, das hier eine durchgängige Neuordnung zwischen 2020 und 2025 vorsieht.

Gefahrenquellen an mehreren Stellen

Dem Verkehrsausschussvorsitzenden Rolf Kaiser geht dies nicht schnell genug. Er sieht an vielen Stellen Gefahrenquellen. Abbiegebereiche für Lkw an einem Baumarkt, unübersichtliche Wegeführung, der Mehrzweckstreifen parallel zum Industriegebiet, auf dem geparkt werden darf, was Radfahrer verleitet, auf die Straße auszuscheren, rot-weiße Poller auf Höhe der Videothek, die die Gefahr von Zusammenstößen begünstigen. „Wir sollten etwas unternehmen, bevor was passiert“, sagt Kaiser. „Zumal es dazu schon 1988 Anträge gab.“ Ein Halteverbotsstreifen auch stadtauswärts könnte hier aus seiner Sicht Abhilfe schaffen.

In der Vergangenheit hatten Pkw eindeutig Priorität

Michael Kuprat (Leiter) und Bernd Schlünder von der städtischen Verkehrsplanung verweisen auf die bereits angelaufene Planung. Und darauf, dass in der Vergangenheit trotz des politischen Willens zu einer Verbesserung der Situation immer wieder dem Pkw-Verkehr Priorität eingeräumt wurde.

Nun soll zwar tatsächlich alles besser werden – „aber wir können das nicht vom Schreibtisch aus zeichnen“, sagt Kuprat. Pflegedienste und andere Anrainer etwa benötigten Parkflächen. „Denen können wir nicht einfach die Plätze wegnehmen. Wir müssen Gespräche führen, dann können wir Durchgängigkeit herstellen.“ Auch sei zu berücksichtigen, dass Fördergelder nur zu bestimmten Zeitpunkten eingeworben werden könnten. Vor 2020 sei daher nicht mit einer Umgestaltung zu rechnen.

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