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Ein neues Kaffeemühlenzimmer

Eröffnung des "Kaffeemühlenzimmers" im Musemskeller des „Musem für Handwerk und Postgeschichte“

Eröffnung des "Kaffeemühlenzimmers" im Musemskeller des „Musem für Handwerk und Postgeschichte“

Foto: IKZ

Iserlohn.   Neues Schmuckstück im Museum für Handwerk und Postgeschichte eröffnet.

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Auf ein weiters Highlight können sich ab jetzt die Besucher des Museum für Handwerk und Postgeschichte am Fritz-Kühn-Platz 5 freuen. Dank der Dauerleihgabe von Rechtsanwalt Hans-Dieter Petereit kann im bisher nicht genutzten kleinen Querraum des Museumskellers nun eine Sammlung von 220 Kaffeemühlen, die alle aus der Produktion der Iserlohner Firma Kissing & Möllmann stammen, präsentiert werden.

Dank an Hans-Dieter Petereit

Volker Burghoff, 1. Vorsitzender des Förderkreis Iserlohner Museen (FIM), dankte dem Ehepaar Annette und Hans-Dieter Petereit bei der offiziellen Eröffnung für die Überlassung dieser herausragenden Sammlung. Denn schließlich gehöre die Kaffeemühle zur Geschichte der Menschheit und auch zur Geschichte des Handwerks dazu. Hinzu komme der enge Bezug zu dem 1826 gegründeten Iserlohner Unternehmen Kissing & Möllmann. K&M handelte zunächst mit Bronzewaren, Beleuchtungskörpern und Haushaltswaren und bezog anfangs seine Kaffeemühlen aus der Region Remscheid. Diese wurden nach Russland und Polen exportiert. Erst 1877 betrieb K&M selbst die Herstellung von Kaffee- und Gewürzmühlen. In diesem Jahr wurden schon 50 000 Stück exportiert, wenig später waren es schon 200 000 Mühlen, die an der Oberen Mühle hergestellt wurden.

Der 1. Weltkrieg und seine Folgen sorgten dafür, dass K&M seine zahlreichen Auslandsniederlassungen und so seine wichtigsten Märkte verlor. Davon konnte sich das Unternehmen nie erholen. Die schwierigen Zeiten der Weltwirtschaftskrise in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts und des Zweiten Weltkrieges konnten überwunden werden, doch im Jahre 1980 musste das Konkursverfahren eröffnet werden. Ein Iserlohner Unternehmen mit Weltrang musste nach 154 Jahren aus dem Markt ausscheiden. Darüber können sich die Besucher im „Kaffeemühlenzimmer“ nun selbst informieren.

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