Genuss Pur

Endlich wieder auf der Bühne

John De Silva am Bass, Michael Meier an der „Percussion-Einheit“ und Sänger und Gitarrist Lukas Dylong begeisterten am Freitag das Publikum von „Genuss Pur“ in der „Gartenoase“ an der Bauernkirche.

John De Silva am Bass, Michael Meier an der „Percussion-Einheit“ und Sänger und Gitarrist Lukas Dylong begeisterten am Freitag das Publikum von „Genuss Pur“ in der „Gartenoase“ an der Bauernkirche.

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  Auch die Musiker genossen die Auftritte bei der „Kompaktversion“ von „Genuss Pur“ am Wochenende.

Nicht nur die „Genuss Pur“-Gäste waren am Wochenende froh, dass es wieder Veranstaltungen gibt – wenn auch unter Einhaltung der notwendigen Corona-Hygieneregeln (wir berichteten). Vor allem waren auch die Musiker glücklich, in der „Gartenoase“ endlich mal wieder vor Zuschauern auf einer Bühne stehen zu können.

„Schön, dass wir zusammen sind und heute Abend so wieder zumindest ein bisschen näher zusammenrücken“, freute sich „JAM Connection“-Sänger und -Gitarrist Lukas Dylong über den persönlichen Kontakt zum Publikum. Dabei mussten die vorgeschriebenen Abstände natürlich gewahrt werden, und das wurden sie auch: Die Fläche vor der Bühne, die sich sonst jede Band möglichst voll mit Menschen wünscht, musste leerbleiben. Oft wurde an den Abenden an den Tischen zunächst sogar erst im Sitzen getanzt, später dann richtig, aber eben immer jeder an seinem Platz.

Es fehlte nicht nur emotional etwas in der letzten Zeit

Als Begleitmusik zum Essen ließ es Dylong am Freitag mit seinen Bandkollegen John De Silva am Bass und Michael Meier am Schlagzeug (bzw. der den aktuellen Gegebenheiten angepassten „Percussion-Einheit“) zunächst erst etwas gediegener und ruhiger angehen, um dann später aus dem umfangreichen Rock-, Pop- und Funk-Repertoire tanzbare Stücke hervorzuholen, die ebenso im ganz eigenen Stil gecovert wurden. „Es ist toll, endlich wieder live spielen zu können“, unterstrich auch Michael Meier. In anderen Formationen hätten sie bereits wieder auftreten können. Als „JAM Connection“, die zuvor bereits dreimal das Iserlohner Publikum begeistert hatte, war es jetzt das zweite Konzert. „Sonst habe ich 250 Shows pro Jahr“, verdeutlichte der Berufsmusiker, dass zudem auch nicht nur emotional etwas in den vergangenen Monaten gefehlt hat.

Noch konkreter wurde am Samstag „Heart & Soul“-Sängerin Angelina Herrmann im Gespräch mit der Heimatzeitung: „Ich habe bisher Einnahmeverluste von 36.000 Euro“, berichtet die 21-Jährige aus Unna, die seit ihrem 16. Lebensjahr als Sängerin Geld verdient und davon vor Corona auch leben konnte. „Jetzt habe ich mir einen Job im Einzelhandel suchen müssen, wo ich in Vollzeit die Hälfte verdiene.“ 100 Auftritte habe sie sonst pro Jahr, vor allem mit der Band „Das Wunder“, außerdem im Rahmen des „DeeJay-Plus“-Formates, und eben, wie jetzt am Samstag das erste Mal überhaupt wieder nach dem Lockdown und einigen Streaming-Konzerten, mit ihrem Verlobten David Klatt an der Gitarre und Schlagzeuger Felix Specht als „Heart & Soul“. Wie sehr ihnen die Live-Auftritte gefehlt haben, brachte Angelina Herrmann zwischen den Stücken immer wieder zum Ausdruck, es war ihnen aber auch so schon anzumerken.

Jan Zimmer ist in Barendorf und auf der Alexanderhöhe dabei

Erst vor knapp zwei Wochen hatten sie von dem Gig erfahren. Bekanntlich ist die „Wald Stadt Sommer“-Reihe sehr kurzfristig organisiert worden, so dass die Veranstalter versehentlich im Vorfeld angekündigt hatten, dass auch Jan Zimmer am Samstag mit dabei wäre. „Ich bin aber sein Patenkind“, sagte Felix Specht, der selber auch als Schlagzeuglehrer in der Rock & Pop-Fabrik unterrichtet. Von dort kommt auch das Duo „any beat counts“, das am Samstag beim „Sundowner“ in der Feldbrandscheune als Trio auftreten wird. Beim „Stadtpicknick“ am 15. August ist das Duo „Safe by Sound“ dabei, während Jan Zimmer selber am 21. August mit Andy Schade und Gästen „Iserlohn Jam total unplugged“ in Barendorf bestreiten wird sowie am 29. August zu „unplugged im Park“ auf der Alexander­höhe mit seinem Trio „Dreisamkeit“ kommen wird.

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