Unfall

Gülle-Transporter landet in Iserlohn-Hennen in Hauswand

An der Hennener Straße ist ein Gülle-Transporter aus ungeklärter Ursache in der Wand eines Wohnhauses „gelandet“.

An der Hennener Straße ist ein Gülle-Transporter aus ungeklärter Ursache in der Wand eines Wohnhauses „gelandet“.

Foto: Alex Talash

Hennen.  Bei einem Unfall am Abend an der Hennener Straße hatte der Fahrer vermutlich die Kontrolle über den Lkw verloren. Er krachte in eine Hauswand.

Schock am Mittwochabend: Als es sich Frank Paßmann gerade gemütlich gemacht hatte, hörte er plötzlich „einen sehr lauten Knall“. Dass es ein Gülle-Transporter war, der in die Wand des Hauses an der Hennener Straße gefahren war, in dem er lebt, erfuhr er erst später.

Aus noch ungeklärter Ursache war der Fahrer eines Transport- und Logistik-Unternehmens aus Borken ortsauswärts kurz nach dem Kreisverkehr von der Hennener Straße abgekommen und in der Wand des Mehrfamilienhauses zum Stehen gekommen. Frank Paßmann hatte sich gegen 20.30 Uhr zum Essen auf sein Sofa gesetzt, als das Unglück geschah. „Alle Fenster und Türen sind auf- und zugesprungen, das ganze Haus hat ordentlich gewackelt“, erzählt der 50-Jährige später. Zunächst habe er noch an einen Zusammenstoß zweier Fahrzeuge auf der Straße gehofft – das bewahrheitete sich jedoch nicht.

Als Paßmann und die fünf anderen Bewohner den Gülle-Transporter in der Wand des Gebäudes stecken sahen, erkannten sie nach einem ersten Schock, dass sie wohl Glück im Unglück hatten: Der Lkw hatte den Keller, der nicht unterirdisch liegt, getroffen. „Dort liegen zwar sämtliche Leitungen, aber die Gasleitung hat zum Glück gehalten“, sagt Paßmann später schon wieder mit einem Lächeln.

Er lebt seit 17 Jahren in dem Haus, das später vom Technischen Hilfswerk provisorisch für die Nacht gesichert wird. Außer ihm wohnen dort eine vierköpfige Familie und deren Großmutter, jeweils in einzelnen Wohnungen.

Der sofort hinzugezogene Statiker entschied, dass der linke Gebäudeteil, der vom Gülle-Transporter nicht getroffen worden war, noch bewohnbar sei, beim zur Straße gelegenen Bereich riet er davon ab, in die Wohnungen zurückzukehren. So zog die einzelne Frau über Nacht zu ihrer Familie.

Frank Paßmann fand Unterschlupf bei seiner Schwester, die nicht weit von ihm entfernt wohnt. Auch wenn ihm schon mulmig war, das beschädigte Haus, das nicht mehr im bisherigen Maße gegen Einbrecher gesichert war, verlassen zu müssen.

Keine Angabenzu Ursache und Verletzungen

Wie schwer der Fahrer, der bei Eintreffen der Feuerwehr bereits von Ersthelfern versorgt und aus dem Führerhaus befreit worden war, verletzt wurde, war bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. Fest steht aber, dass die sechs Bewohner – bis auf den Schock – unverletzt geblieben sind. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls und zur Höhe des Schadens am Gebäude dauern an.

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