Hospizarbeit

„Herausforderungen am Lebensende“

Frauke Ellebrecht, Britta Dilcher und Meinolf Remmert (von links) organisieren den Fachtag „Hospiz und palliative Begleitung“ am 26. Oktober im Bildungsforum der Arbeiterwohlfahrt an der Peterstraße 10.

Frauke Ellebrecht, Britta Dilcher und Meinolf Remmert (von links) organisieren den Fachtag „Hospiz und palliative Begleitung“ am 26. Oktober im Bildungsforum der Arbeiterwohlfahrt an der Peterstraße 10.

Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.  Erstmals wird ein entgeltfreier Fachtag „Hospiz und palliative Begleitung“ für Angehörige Ehrenamtliche und Fachkräfte in Iserlohn angeboten.

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„Die meisten Menschen wollen zuhause sterben. Sie sind oft hilflos, wenn das Thema für sie und ihre Angehörigen akut wird. Mit einem Fachtag unternehmen wir den ersten Versuch, ehrenamtliche Unterstützung für zuhause anzubieten“, erklärt Britta Dilcher, Koordinatorin des Hospizvereins Iserlohn.

Zusammen mit dem Tersteegenhaus Iserlohn, dem Bildungsforum der Arbeiterwohlfahrt und dem Palliativmedizinischen Konsiliardienst Netzwerk Iserlohn-Letmathe verantwortet der Verein erstmals einen Fachtag „Hospiz und palliative Begleitung – Herausforderungen am Lebensende“ am Samstag, 26. Oktober von 10 bis 18.30 Uhr. „Wir haben den Tag so gestaltet, dass er sowohl für Ehrenamtliche als auch für haupt- und nebenberuflich Tätige geeignet ist. Der Tag ist aufgrund von Spenden für Besucherinnen und Besucher kostenfrei“, so Dilcher.

„Wie wollen wir sterben?“ als Thema im Podiumsgespräch

Dieser Informationstag richtet sich sowohl an ein Fachpublikum als auch an interessierte Laien, die in zwei Gruppen verschiedene Fachvorträge hören, die dann am Ende in einem Podiumsgespräch und Austausch für alle Teilnehmenden münden. Dabei werden der Palliativmediziner Dr. Hans Jörg Hilscher und Ute Gall von der Arche aus Lüdenscheid mit Moderator Meinolf Remmert vom Bildungsforum der Arbeiterwohlfahrt über das Thema „Wie wollen wir sterben?“ sprechen.

An die Mitarbeiter in der Pflege, Hospizen, Pflegefachkräfte und Mitarbeitende aus sozialen Diensten richten sich Vorträge über Übergriffigkeit in der Pflege. Referent ist Patrick Strauss, Fachlehrer für Altenpflege. „Wenn Sterbende in gewalttätigen Beziehungen leben“ ist das Thema von Anna Müller, Leiterin des Iserlohner Frauenhauses.

Die Pflegewissenschaftlerin Gudrun Gille, die in Hemer das Netzwerk Demenz aufgebaut hat, referiert über den Umgang mit herausforderndem Verhalten bei Sterbenden. Die Referenten vermitteln Kenntnisse zu Ursachen und stellen Interventionsmöglichkeiten vor.

Interessierte Betroffene, Angehörige und Ehrenamtliche erhalten Informationen über die vorhandenen Versorgungsstrukturen und Unterstützungsmöglichkeiten.

„Iserlohn ist bei der Palliativpflege sehr gut aufgestellt“, weiß Koordinatorin Frauke Ellebrecht vom Palliativmedizinischen Konsiliar-Dienst Netz Iserlohn-Letmathe.

Wie steht es um die Versorgung sterbender Menschen?

Wie es um die Versorgung sterbender Menschen in Institutionen oder dem häuslichen Umfeld bestellt ist, erläutern Tabea Kaiser und Brigitte Sturm von der Palliativpflege Diakonisches Werk Bethanien.

Diplom-Sozialarbeiterin Britta Dilcher spricht über die Traumata von Kriegskindern am Lebensende. Sterben in den großen Weltreligionen Christentum, Judentum und Islam ist ein weiteres Thema.

Die AWO stellt dafür ihr Haus an der Peterstraße 10 und die Organisationsstruktur zur Verfügung. „Unser Haus ist nicht barrierefrei, wenn Hilfe nötig ist, bitten wir um Rückmeldung“, sagt Meinolf Remmert.

Anmeldungen: Bildungsforum Arbeiterwohlfahrt, Peterstraße 10 in Iserlohn, per E-Mail an Bildungsforum@awo-ha-mk.de oder per Fax an 02371/2192618. Wenn gewünscht, gibt es eine Teilnahmebestätigung.

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