Corona-Krise

„Iserlohn Phantoms“ wollen helfen, wo es wirklich nötig ist

Der Hobby-Eishockeyclub "Phantoms Iserlohn", hier vertreten durch Sven Krabbe (2. v. re.)  hat rund 1700 Euro an Spenden gesammelt und von dem Erlös Mittagessen bei Metzgerei Rinke gekauft. "Iserlohn hilft", rund um Martin Luckert, Sylvia Olbrich und Christian Kiangala (v. li.)  koordiniert die Verteilung der Essen.

Der Hobby-Eishockeyclub "Phantoms Iserlohn", hier vertreten durch Sven Krabbe (2. v. re.) hat rund 1700 Euro an Spenden gesammelt und von dem Erlös Mittagessen bei Metzgerei Rinke gekauft. "Iserlohn hilft", rund um Martin Luckert, Sylvia Olbrich und Christian Kiangala (v. li.) koordiniert die Verteilung der Essen.

Foto: Vanessa Wittenburg / IKZ

Iserlohn.  Die Hobby-Sportler der „Iserlohn Phantoms“ haben 1700 Euro an Spenden gesammelt und gemeinsam mit „Iserlohn hilft“ davon MIttagessen organisiert.

Dass es weitaus schlimmere Gegner gibt, als die auf der Eisfläche, haben in den letzten Wochen die Sportler der „Iserlohn Phantoms“ gelernt. Und um die Corona-Krise zu bewältigen, müssen alle zusammen halten, findet Sven Krabbe, 1. Vorsitzender des Eis- und Inline-Hockey-Clubs Iserlohn Phantoms: „Es sind schwierige Zeiten für alle, und wir wollen die unterstützen, die unsere Hilfe am nötigsten haben.“ Deshalb haben die Mitglieder des Vereins das Geld, das eigentlich als Miete für die Trainingszeiten in der Iserlohner Eishalle gedacht war, genommen und mit Spenden von 900 Euro aufgestockt. Zusammen kamen schließlich 1700 Euro, die jetzt mithilfe der Metzgerei Rinke und der Initiative „Iserlohn hilft“ in Mittagessen umgewandelt wurden.

„Wir wissen jetzt, dank der Unterstützung von ,Iserlohn hilft’, dass unsere Spende dort ankommt, wo sie wirklich benötigt wird“, erklärt Sven Krabbe. Innerhalb von 24 Stunden kamen die Spenden der rund 40 Vereinsmitglieder des Hobbyvereins zusammen und mit der Hilfe von unter anderem Sylvia Olbrich und Martin Luckert konnten die Mittagessen auch an die richtigen Adressaten geliefert werden. „Uns war wichtig, dass wir auch einen lokalen Betrieb mit dieser Aktion unterstützen“, erklärt Krabbe.

Spende ermöglicht Mittagessen für einige Wochen

Gut 300 Essen können jetzt von der Spende ausgeliefert werden, die ersten wurden am Montag verteilt, unter anderem auch in der Werkstatt im Hinterhof, gemeinsam mit weiteren Lebensmittelspenden. „Wir versuchen zentral die Nahrungsmittel zu sammeln und die Verteilung dann auf die einzelnen Standpunkte zu organisieren, je nach dem wie hoch der Bedarf und auch die Lagerkapazitäten in der Werkstatt und im Lichtblick sind“, erklärt Sylvia Olbrich das Vorgehen.

Die Mittagessen sollen jetzt für mehrere Wochen reichen, sollte die Krise jedoch länger andauern, können sich die „Phantoms“ auch vorstellen, noch einmal Spenden zu sammeln. Achim Rabenschlag von der AWO-Werkstatt im Hinterhof ist dankbar für die Unterstützung: „Es sind schwierige Zeiten, danke, dass uns alle so gut unterstützen.“

Anderen Vereinen als Beispiel dienen

Sylvia Olbrich, Martin Luckert und Sven Krabbe hoffen jetzt, dass sich noch weitere Vereine an dieser Aktion ein Beispiel nehmen. „Wir haben so viele große Vereine in Iserlohn, die teilweise auch von der Stadt unterstützt werden. Jetzt ist es Zeit, vielleicht etwas zurückzugeben und auch die Bürger der Stadt zu unterstützen“, meint Sylvia Olbrich. Denkbar sei es, dass die Vereine Lebensmittel spenden. „Wir verteilen in der Woche 1500 Tüten mit Lebensmitteln und freuen uns über jede Sachspende“, erklärt Martin Luckert. Wer Unterstützung braucht, etwa damit wie die Spende der „Phantoms“ die Richtigen erreicht, oder auch selbst Hilfe benötigt, kann sich an die Organisatoren von „Iserlohn hilft“, Sylvia Olbrich (0176/21972564), Martin Luckert (0159/06139970) oder Svenja Finke (0179/8255196), wenden.

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