Karstadt-Schließungen

Karstadt Iserlohn steht auf der Streichliste

Dieser Aushang war am Freitagnachmittag an allen Eingängen von Karstadt zu finden.

Dieser Aushang war am Freitagnachmittag an allen Eingängen von Karstadt zu finden.

Foto: Stefan Drees

Iserlohn.  Das Ende der Karstadt-Ära in Iserlohn dürfte besiegelt sein.

So befindet sich laut Deutscher Presseagentur (dpa) der Standort Iserlohn auf der Liste der bundesweit 62 Filialen, die aufgegeben werden sollen. Auch Quellen aus Essen deuten klar daraufhin. Die Heimatzeitung hatte bereits am Mittwoch konkret angedeutet, dass der Warenhauskonzern diesen Schritt vollziehen würde.

Noch nicht bekannt ist, wann die Schließung in Iserlohn erfolgen soll. Ungewiss ist auch die Zukunft der Mitarbeiter. Vor Ort in Iserlohn am Schillerplatz bot sich am Freitagnachmittag ein trostloses Bild. „Auf Grund einer Mitarbeiterversammlung ist unser Haus heute geschlossen“, stand an sämtlichen Eingängen auf Aushängen. Laut überregionalen Berichten sollten die Karstadt-Mitarbeiter ab 14 Uhr über die Entwicklungen im Konzern informiert werden. Ab etwa 15.15 Uhr verließen dann Mitarbeiter nach und nach über den Personaleingang an der Vinckestraße das Haus – teils einzeln, teils in kleineren Gruppen. Fragen der Heimatzeitung nach Verlauf und Ergebnissen der Versammlung blieben unbeantwortet. Offenbar war es den Mitarbeitern untersagt worden, sich zu den Vorgängen zu äußern.

Auf Anfrage äußerte sich die heimische SPD-Bundestagsabgeordnete Dagmar Freitag zur Entwicklung bei Karstadt. „Schon mehrfach befürchtet, nun also Tatsache – Karstadt wird seine Tore in Iserlohn schließen. Das ist in allererster Linie ein herber Schlag für die Beschäftigten, die in den vergangenen Jahren immer wieder massive Einschnitte akzeptiert hatten, um den seit langem angeschlagenen Konzern zu stützen. Für Missmanagement, ständige Wechsel in der Führungsetage und damit der Verantwortlichkeiten zahlen jetzt die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit dem voraussichtlichen Verlust ihres Arbeitsplatzes einmal mehr den höchsten Preis. Auch wenn sich Einkaufsgewohnheiten mit der Zeit deutlich verändert haben, war das Angebot eines Vollsortiment-Kaufhauses immer noch einer der Gründe, in Iserlohn einzukaufen. Was die Neugestaltung des Schillerplatzes angeht, wird man jetzt sicher noch mal an der einen oder Stelle neu denken.”

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