Prozess

Iserlohner Brandstifter muss in die Psychiatrie

Dauerhaft in die Psychiatrie muss der 69-jährige Iserlohner, der das Wohn- und Geschäftshaus am Kurt-Schuhmacher-Ring 20 im Dezember in Brand gesetzt hat. .

Dauerhaft in die Psychiatrie muss der 69-jährige Iserlohner, der das Wohn- und Geschäftshaus am Kurt-Schuhmacher-Ring 20 im Dezember in Brand gesetzt hat. .

Foto: Torsten Lehmann

Iserlohn/Hagen.  Im Zustand der Schuldunfähigkeit hat ein 69-jähriger Iserlohner ein Wohn- und Geschäftshaus in Brand gesteckt. Dafür muss er in die Psychiatrie.

Hochemotional reagiert der Angeklagte auf den Urteilsspruch vor der 4. Großen Strafkammer des Hagener Landgerichtes: Richterin Heike Hartmann-Garschagen verkündet, dass er dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden soll. „Zum Schutz der Allgemeinheit“, wie die sie ausführt. „Die öffentliche Sicherheit gebietet die Unterbringung“.

Sie erinnert an den Großbrand, den der geständige Iserlohner am 1. Dezember durch seine Manipulationen an der Gastherme in seiner Wohnung herbeigeführt hatte, wie berichtet. Er lebte seit 1996 in dem Haus, in dem er Feuer gelegt hatte, um sich umzubringen. Als Motiv gab er gegenüber Ärzten und Polizeibeamten an, er wollte in den Himmel fahren, um seine Frau von den Ängsten und Leiden zu befreien.

Durch die Gasexplosion waren sowohl alle Wohnungen als auch die Kunstgalerie im Erdgeschoss des denkmalgeschützten Hausers zerstört worden. Von den 16 Bewohnern waren in der Nacht elf zuhause. Sie konnten aus dem brennenden Haus fliehen, fasst die Richterin zusammen und berichtet von Verletzten durch Rauchvergiftungen und Schock.

Der 69-Jährige ist psychisch krank, ist bisher unbehandelt und hat eine Einsicht in die Krankheit. Sein Verteidiger, der auf Freispruch für den Vorwurf des versuchten Mordes plädiert hatte, zeigte sich zufrieden mit dem Urteil. (Den ausführlichen Artikel lesen Sie in unserer Samstagsausgabe.)

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