Innenstadt

Jede Menge Leben am Sonntag

Gut gefüllt waren der Schillerplatz und die Bereiche rundherum, denn der Familientag der Stadtwerke lockte mit zusätzliche Attraktionen, unter anderem der Bimmelbahn für die Kinder.

Gut gefüllt waren der Schillerplatz und die Bereiche rundherum, denn der Familientag der Stadtwerke lockte mit zusätzliche Attraktionen, unter anderem der Bimmelbahn für die Kinder.

Foto: IKZ

Iserlohn.   Die Innenstadt war am Sonntag deutlich belebter als sonst: Grund dafür waren geöffnete Geschäfte, Stadtwerke-Familientag und Holland-Markt.

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Holland-Markt, geöffnete Geschäfte und der Familientag der Stadtwerke: Drei gute Gründe, um sonntags die Innenstadt anzusteuern. So dachten wohl viele Iserlohner und Auswärtige, denn ab dem späten Vormittag füllte sich die Fußgängerzone zusehends.

„Die Idee, die Niederlande nach Iserlohn zu holen, finde ich toll. Denn die bringen meist auch gute Laune mit“, strahlte Anja Kanler bereits mittags. Sie hatte Hund und Kinder eingepackt, um sich das bunte Treiben in der City anzuschauen. Erstes Zwischenfazit: „Einige Marktstände, beispielsweise Socken- oder Unterwäsche-Anbieter, hätte man auch weglassen können.“ Andere dagegen gefielen der 34-Jährigen ausnehmend gut, insbesondere der Stand eines Verkäufers von „Schnickschnack für die Wohnung“.

Die gute Stimmung, die Anja Kanler beim Gedanken an die Niederlande packte, versprühten nicht nur die Markthändler, die lauthals ihre Waren wie Käse, Poffertjes, Obst, Gemüse oder Tulpenzwiebeln anpriesen, sondern auch die Band Wie d’r Bie, die die Innenstadtbesucher mit Blasmusik unterhielt. „So sollte es immer bei verkaufsoffenen Sonntagen hier in Iserlohn sein: Neben den Geschäften sollte Unterhaltung außer der Reihe geboten werden“, wünscht sich Martin Fuhlmayer. Der 67-Jährige war „der Frau zuliebe“ bereits am Donnerstagabend beim „Late-Night-Shopping“ in Letmathe unterwegs. „Dort lief auch Musik, das macht doch gleich viel mehr Spaß“, so der Hagener. Am Sonntag war er wegen seiner Enkel in die Stadt gekommen. „Wir wollen mal bei den Stadtwerken vorbeischauen“, erklärte der sechsjährige Marvin wie ein Großer.

Schillerplatz verwandeltesich in kleinen Freizeitpark

Zahlreiche Besucher taten es den Fuhlmayers gleich: Auch der Schillerplatz war bereits zum Startschuss gut frequentiert durch die verschiedenen Aktionen im Rahmen des Familientages. Während die Kleineren Eisenbahn oder Karussell fuhren, trauten sich die Größeren in luftige Höhen mittels eines Sprunggeräts oder drehten das Glücksrad in der Hoffnung, kostenfreien Strom zu gewinnen. „Super, dass es hier auch so viele Attraktionen für die Kinder gibt – so haben wir einen Höhepunkt für sie, wenn sie beim Shopping einigermaßen lieb sind“, verriet Alexandra Faghuera, die sich mit Ronja (7) und Felix (5) ins Getümmel stürzen wollte. Während Felix vor allem die Hüpfburg im Visier hatte, wollte seine große Schwester „ein cooles Foto mit den Roosters“, denn auch das war möglich im kleinen Freizeitpark der Stadtwerke.

Großer Andrangauch in Geschäften

Die Geschäftsleute dürften sich wegen mangelnden Andrangs ebenfalls nicht beschwert haben: Bereits weit vor der offiziellen Öffnung um 13 Uhr standen die Kunden vor so mancher Tür und warteten auf Einlass. „Guck mal, als würde es morgen nichts geben“, kommentierte dementsprechend eine Passantin mittleren Alters, als sie die Szenerie vor Karstadt beobachtet hatte. Ihr Begleiter gab trocken zurück: „Und wir mittendrin. . .“ Ob die Besucher nur geschaut oder tatsächlich auch gekauft haben, wird sich natürlich erst in der Abrechnung des verkaufsoffenen Sonntages widerspiegeln.

Wer in jedem Fall ein gutes Geschäft gemacht haben dürfte, sind die Gastronomen entlang der Bummelmeile. Viele Plätze im Freien waren ab dem späten Vormittag trotz des nun tatsächlich herbstlichen Wetters besetzt, und auch im Inneren waren die Lokale gefüllt. „Eine Stärkung muss sein, ich soll ja fünf Stunden hier herumlaufen“, begründete ein älterer Herr gegenüber einem Bekannten, während er sich auf dem Marktplatz ein Kännchen Kaffee servieren ließ.

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