Schausteller

„Kirmes-to-go“ in der Iserlohnerheide

„Kirmes-to-go“ an der Hugo-Schultz-Straße: Auf Abstand gibt es Hot-Dogs, Schoko-Früchte, Popcorn und Champignons.

„Kirmes-to-go“ an der Hugo-Schultz-Straße: Auf Abstand gibt es Hot-Dogs, Schoko-Früchte, Popcorn und Champignons.

Foto: Cornelia Merkel

Iserlohn.  Corona-Not macht Schaustellerfamilien erfinderisch mit einem „Drive-in“ für kulinarischen Kirmes-Flair ohne Musik.

In der Corona-Krise kämpfen viele Schausteller ums Überleben. Die Existenz-Not durch den bis mindestens zum 31. August verordneten Ausfall der großen Volksfeste macht einige betroffene Familien erfinderisch. Harald Gusik, Martin Stuke, Kevin Patzer und befreundete Schausteller starteten an diesem Wochenende in der Iserlohner Heide eine „Kirmes-to-go“.

Unter dem Hinweis zum Tierheim an der Hugo-Schutz-Straße hängten sie ein Schild auf, das auf die Mini-Kirmes auf dem Privatgelände der Familie Deinert verweist. Auf dem Schotterplatz haben sie einen „Drive-in“-Parcours mit mehreren Buden aufgebaut. Dort bieten bis auf Weiteres in der Zeit zwischen 12 und 18.30 Uhr mehrere Imbissbetreiber Schokofrüchte, Crêpes, Champignons, gebrannte Mandeln, Popcorn und Hot-Dogs an. „Wir halten die Hygiene-Regeln ein“, erklärt seine Cousine Wenise Gusik. „Kein Verzehr der Speisen im Umkreis von 50 Metern. Nur ,to go’“, steht auf den Schildern des alternativen Kirmesgeländes.

„Wir machen Freizeit zum Vergnügen“, „Kirmes ist ein Stück Tradition, geh mal wieder zur Kirmes“ steht auf den Werbeflächen des Schaustellervereins Iserlohn/Schwerte, die Bilder von Fahrgeschäften oder Hinweise auf die Mendener Pfingstkirmes zeigen und das provisorische Kirmesgelände, zu dem rot-weiße Flatterbänder führen, einrahmen. „Die haben wir uns ausgeliehen“, erzählt Organisator Gusik. „Unter Schaustellern hilft man sich gegenseitig. Der Schaustellerverband gibt sich große Mühe, uns zu unterstützen.“

„Wir wollen ein Stück weit Freude in diese Zeit reinbringen“, beschreibt Kevin Patzer den gemeinsamen Wunsch der Standbetreiber. „Wir bieten ein bisschen kulinarisches Kirmes-Flair ohne Musik“, setzt Martin Stuke hinzu. Ein Lieferservice ist ebenfalls geplant.

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