Corona

Landwirte bedanken sich bei Verbrauchern

Annette und ihr Sohn Christian Drepper (v. li.), Sebastian und Maren Moneke, Ulrich Brinckmann, Uta Rahlenbeck-Weber und ihr Mann Ulrich, Marc Schwarzelühr sowie Christoph, Inken und Fabius Emde freuten sich, dass der „Danke“-Anhänger Station in Iserlohn machte..

Annette und ihr Sohn Christian Drepper (v. li.), Sebastian und Maren Moneke, Ulrich Brinckmann, Uta Rahlenbeck-Weber und ihr Mann Ulrich, Marc Schwarzelühr sowie Christoph, Inken und Fabius Emde freuten sich, dass der „Danke“-Anhänger Station in Iserlohn machte..

Foto: Torsten Lehmann / IKZ

Leckingsen/Sümmern.  Die Menschen haben in der Corona-Krise die Vorteile die Versorgung mit regionalen Lebensmitteln kennen und schätzen gelernt.

Dass die Corona-Krise bei all den negativen Folgen, die derzeit in der öffentlichen Diskussion stehen, auch Positives hervorbringen kann, klang ja hier und da schon an. Ein solcher Effekt ist, dass mehr regionale Produkte in den Hofläden der heimischen Landwirte gekauft werden.

Über eine Umsatzsteigerung von aktuell 30 Prozent freuen sich der Hof Emde in Leckingsen und der Landmarkt Hof Drepper in Sümmern. „Teilweise hatten wir sogar ein Umsatzplus von 50 Prozent“, berichtet Annette Drepper. Auch auf Gut Nordhausen zwischen Kalthof und der Rheinermark läuft das Geschäft besser als im Vergleichszeitraum der Vorjahre.

Höchste Zeit also, mal Danke zu sagen, finden die Landwirte und waren daher sofort dabei, als ihre Kollegen aus dem Kreis Olpe, mit denen sie sich seit dem vergangenen Jahr in der bundesweiten Initiative „Land schafft Verbindung (LSV)“ engagieren, jetzt einen entsprechend bedruckten Anhänger auf Deutschland-Tournee schickten. Nach dem Start am 4. Mai auf dem Hof Siele in Olpe und Stationen unter anderem in Wenden und Meschede holten Sebastian und Maren Moneke den 7,5 mal 2 Meter großen Anhänger in Arnsberg ab. Nachdem einige Landwirte auf Hof Emde die Aktion näher erläutert hatten, stand der Anhänger einen Tag lang an der „Wendler-Kreuzung“ in Sümmern, damit die wetterbeständigen Alu-Dibond-Platten möglichst viele Blicke auf sich zogen, bevor es weiter nach Plettenberg ging.

„Er wird quasi von Landwirt zu Landwirt gereicht“, sagte Christoph Emde. Und stets mit einem Traktor gezogen, also mit höchstens 25 Stundenkilometern, was für noch mehr Aufmerksamkeit sorgen dürfte. Maximal bis zu 40 Kilometer sollen dann auch zwischen den Stationen liegen. Bis Weihnachten soll der Anhänger so einmal durch ganz Deutschland fahren, bis es wieder nach Hause geht. Die Landwirte hoffen, dass sich auch über die Corona-Krise hinaus die Bedeutung der Versorgung mit regionalen Lebensmitteln dauerhaft im Bewusstsein der Menschen verankert. Und dass auch die Politik erkenne, wie wichtig die heimische Landwirtschaft sei und das bei ihrem Handeln berücksichtige.

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