Heidebad

Saisonstart der Bäder ist so gut wie sicher

Der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick (li.) ließ sich von I 95-Geschäftsführer Ralf Brinkschulte die Vorbereitungen für die hoffentlich in der kommenden Woche beginnende Saison erläutern.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Thorsten Schick (li.) ließ sich von I 95-Geschäftsführer Ralf Brinkschulte die Vorbereitungen für die hoffentlich in der kommenden Woche beginnende Saison erläutern.

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  Die Landesvorgaben für den Betrieb der Freibäder liegen zwar noch nicht vor, das Ordnungsamt sieht aber schon mal keine Probleme.

Die endgültige Freigabe für die Saison in den Iserlohner Freibädern ab kommender Woche konnte der Landtagsabgeordnete und Vizebürgermeister Thorsten Schick bei seinem Besuch am Mittwoch im Heidebad zwar nicht geben: „Derzeit sehe ich aber keine Hindernisse, warum es nicht am 20. Mai im Schleddenhof und am 21. Mai hier in der Heide losgehen kann.“

Schick bat nach Rücksprache mit dem Staatssekretär im NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales um Verständnis, dass die Vorgaben des Landes für die Freibäder aufgrund der Lockerungen in vielen Bereichen und vor allem auch der aktuellen Problematik rund um die Schlachthöfe noch auf sich warten ließen. Doch er konnte den I 95-Geschäftsführer Ralf Brinkschulte beruhigen: „Da wird keine Überraschung auf Sie zukommen. Das wird nah an dem sein, was Ihre Verbände erarbeitet haben.“ Weil sich der I 95 – und auch der ISSV – mit ihren Pandemieplänen sehr eng an dem Fachbericht der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen orientiert haben (wir berichteten), war Brinkschulte sowieso zuvor schon sehr optimistisch.

Mitarbeiter werden am Montag entsprechend geschult

Zumal Sportamtsleiter Ralf Horstmann, der die Vorgänge für die Vereine im Rathaus koordiniert, bereits am Montag signalisiert hatte, dass das Ordnungsamt auf der Basis der Pläne, die inzwischen auch noch um Regelungen für den Sport- und Trainingsbetrieb ergänzt wurden, keine Probleme für eine Freigabe sehe. „Am Montag werden wir alle haupt- und ehrenamtlichen Kräfte und alle weiteren, die es bei uns im Bad betrifft, auch noch entsprechend schulen“, kündigte Brinkschulte an. Und wenn sich im laufenden Betrieb Nachbesserungsbedarf an den Regelungen ergebe, natürlich nachsteuern. „Die Saison fängt ja auch erst einmal langsam und nicht gleich mit hochsommerlichen Temperaturen und dem größten Andrang an“, ergänzte Schick.

Nächtliche Beckenabdeckung lohnt sich einfach nicht

Seit gestern Morgen läuft im Heidebad die Heizung, um die Wassertemperatur im Schwimmerbecken von aktuell 15 auf möglichst 24 Grad Celsius zu bringen. Wie lange das dauert, hänge, so Brinkschulte, von vielen Faktoren ab, vor allem von den Temperaturen in der Nacht: „Wir heizen ja hier einen offenen Topf“, machte der Geschäftsführer deutlich. Eine Abdeckung der Becken lohnt sich aber weder aus finanziellen noch aus Umweltschutzgründen: „Die Kosten von 100.000 Euro hätten wir nach zehn Jahren wieder drin, das ist leider aber auch die Lebenserwartung der Folie.“ Und da die Fernwärme vom Müllheizkraftwerk laut der Stadtwerke CO2-neutral sei, würde eine Abdeckung auch nicht die Umweltbilanz des Bades verbessern – im Gegensatz zu den geplanten Photovoltaikanlagen auf zwei der drei Dächer des Bades. Mit denen sollen in zwei Jahren 70 Prozent des benötigten Stroms selber produziert werden. 60 Prozent der Investitionssumme von 50.000 Euro kommen dabei aus dem Landesprogramm „Moderne Sportstätte 2022“.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben