Engagement

„Sauberhafter“ Start in den Wahlkampf

Mit vereinten Kräften: Über 20 Iserlohnerinnen und Iserlohner waren dem Aufruf von Claudio Vurro (3. v. re., vorne) zum Aufräumen des Stadtwalds gefolgt.

Mit vereinten Kräften: Über 20 Iserlohnerinnen und Iserlohner waren dem Aufruf von Claudio Vurro (3. v. re., vorne) zum Aufräumen des Stadtwalds gefolgt.

Foto: Tim Gelewski

Iserlohn.  Bürgermeisterkandidat Claudio Vurro hat aufgerufen, den Stadtwald zu säubern.

Die SPD mit Martin Luckert im Letmather Volksgarten, Hans Immanuel Herbers mit seiner UWG vor dem Alten Rathaus, gleich gegenüber der parteilose „Kaleu“ Michael Klammt mit sich selbst und seiner Seemannsuniform, auch Eva Kirchhoff (CDU) war wieder unterwegs, diesmal mit dem ADFC, um den Bürgern mal so richtig zuzuhören. Der Wahlkampf für die Bürgermeisterwahlen nimmt merklich an Fahrt auf – und so warf sich am Sonntag mit Claudio Vurro noch ein weiterer Kandidat in das Getümmel der elf Iserlohner Kandidaten – einsamer Rekord zumindest in Südwestfalen.

Für Vurro war es sein erster offizieller Termin im Wahlkampf.

Los geht es für Vurro am Waldzugang zum Unteren Rupenteich. Etwas über 20 Helfer sind gegen 10 Uhr am Sonntag da, nach und nach ziehen noch einige Nachzügler die Straße hoch. Vurro ist einer von mehreren unabhängigen Kandidaten. Das Gefühl, sich durch Parteien nicht mehr richtig vertreten zu fühlen, scheint schon jetzt einer der Trends dieser Wahl zu sein. „Es wird viel gemeckert, aber keiner packt an“, sagt auch Vurro.

Heute soll das anders sein. Vurro hatte am Seilersee Bürger befragt, die Mehrheit hatte den Stadtwald als jenen Ort ausgemacht, der dringens einmal aufgeräumt werden sollte. Vurro hat wie angekündigt Greifzangen, Müllsäcke und Getränke organisiert.

„Sauberhaftes Iserlohn“ – so lautet der Name seiner Aufräumaktionstage, die ab dem 23. August bis zur Wahl wöchentlich stattfinden sollen. Beworben hatte Vurro das Ganze vornehmlich über die Sozialen Netzwerke und über Mundpropaganda. Gut zwei Stunden wird es am Sonntag durch den Wald gehen, wer will, kann zwischendurch live bei Facebook zuschauen.

„Ich wollte gemeinsam mit den Iserlohner Bürgern ein Zeichen setzen“, sagt Vurro. „Für Solidarität und Verbundenheit zwischen allen Altersgruppen und Kulturen.“ Dies solle auch sein Motto „#Wir#Zusammen“ zum Ausdruck bringen.

Bereits seit letzter Woche hat Vurro über die Sozialen Netzwerke um Nachricht gebeten, wo der nächste Aktionstag im Rahmen von „Sauber­haftes Iserlohn“ am 23. August stattfinden soll. Den Rest der Zeit will der Kandidat in den kommenden Wochen für Eigenwerbung nutzen. „Ich werde einen intensiven Haustürwahlkampf machen“, kündigt er an, dass einige Iserlohner Bürger wohl in den kommenden Wochen überraschenden Besuch daheim erhalten werden.

Gerne auch Teilnahme an Podiumsdiskussionen

Auch bei den Podiumsdiskussionen, zu denen in den kommenden Wochen unter anderem von Vereinen und Verbänden, beispielsweise in der Iserlohner Heide und Rheinen, geladen werden wird, möchte er teilnehmen. Bestätigte Termine, zu denen er geladen worden ist, gebe es aber noch nicht, sagt Vurro.

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