Großprojekt in Iserlohn

Schillerplatz: Düsseldorfer Büro mit Planung beauftragt

Der Aufsichtsratschef der Schillerplatz GmbH, Michael Schmitt, überreicht Gabriele Bilke Blumen. Ihr Beschäftigungsverhältnis bei der Stadt Iserlohn ist durch Renteneintritt beendet, nun übernimmt sie die Bereichsleitung für das Projekt „Umgestaltung Schillerplatzareal“.

Der Aufsichtsratschef der Schillerplatz GmbH, Michael Schmitt, überreicht Gabriele Bilke Blumen. Ihr Beschäftigungsverhältnis bei der Stadt Iserlohn ist durch Renteneintritt beendet, nun übernimmt sie die Bereichsleitung für das Projekt „Umgestaltung Schillerplatzareal“.

Foto: Michael May / IKZ

Iserlohn.  Der Aufsichtsrat der Schillerplatz GmbH hat ein Düsseldorfer Büro mit einer genaueren Vorplanung beauftragt.

Der Aufsichtsrat der Schillerplatz GmbH hat nach unseren Informationen am gestrigen Abend ein Düsseldorfer Architekten- und Planungsbüro damit beauftragt, bis Oktober eine detailliertere Vorplanung für die Neugestaltung des Schillerplatz-Areals zu erarbeiten. Das Düsseldorfer Büro ist eines von insgesamt fünf Büros, die sich im Rahmen eines sogenannten Teilnahmewettbewerbs mit Stegreifentwürfen für den Planungsauftrag beworben hatten. Zuvor war das Thema auch in nichtöffentlicher Sitzung im Planungsausschuss beraten worden.

Ursprünglich war es vorgesehen, bis zu drei Büros unabhängig voneinander mit der Vorplanung zu beauftragen. Nach Auffassung der Verantwortlichen, so unsere Information, habe das nun beauftragte Büro aber deutlicher punkten können als die Mitbewerber. Basis der Entscheidung war eine sogenannte Wertungsmatrix, Ergebnis einer von einer unabhängigen Beratungsgesellschaft vorgenommenen Untersuchung der fünf Stegreife samt dazugehöriger Vorschläge.

Eine der Vorgaben war es, Planungen in zwei Varianten vorzulegen. Eine Variante sollte die Planung mit Verbleib des bestehenden Warenhauses darstellen (Variante 1), die andere ohne Warenhaus (Variante 2). Nach unseren Informationen sollen die Vorschläge des siegreichen Düsseldorfer Büros in dieser Hinsicht sehr variabel sein. Soll heißen: Auch wenn sich Galeria Karstadt Kaufhof während der weiteren Planungsphase oder gar nach Realisierung der Variante 1 aus Iserlohn zurückziehen sollte, könnte noch auf Variante 2 umgeschwenkt werden, die einen Abriss des Warenhauses und weitere Neubauten vorsieht. Nach unseren Informationen sollen die Planungen eine weitgehend ebene Platzfläche vorsehen, der heutige markante Höhenunterschied zwischen oberem und unterem Schillerplatz würde sich auf maximal eineinhalb Meter reduzieren und über die Weite der Fläche kaum wahrnehmbar sein. Vorgesehen ist außerdem eine klare bauliche Einfassung des neuen Schillerplatzes. Läuft alles nach Plan, soll die nun zu erarbeitende detaillierte Vorplanung am 6. Oktober dem Rat der Stadt vorgelegt werden, um dann das weitere Vorgehen zu entscheiden. Bis dahin soll es einen intensiven Austausch zwischen Planern und Verwaltung geben, auch weitere Elemente der Bürgerbeteiligung sind geplant. Anhand des siegreichen Stegreifentwurfes soll bis dahin auch Kontakt zu potenziellen Investoren aufgenommen werden.

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