Prozess

Schülerin zündelt in Iserlohner Wohnheim

Vor der Jugendkammer des Landgerichtes muss sich eine Schülerin wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung  verantworten.

Vor der Jugendkammer des Landgerichtes muss sich eine Schülerin wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung verantworten.

Foto: Alexander Barth

Iserlohn/Hagen.  Eine 15-jährige Heranwachsende soll ihr Zimmer im Iserlohner Wohnheim angezündet haben und den Tod eines Erziehers in Kauf genommen haben.

Glimpflich ausgegangen ist im Dezember 2019 ein Brand in einem Iserlohner Wohnheim, bei dem eine 15-Jährige Feuer gezündelt haben soll. Jetzt folgt das juristische Nachspiel vor dem Hagener Landgericht. Das Mädchen muss sich seit Montag unter Ausschluss der Öffentlichkeit vor der Jugendkammer wegen versuchten Mordes und besonders schwerer Brandstiftung verantworten.

Die Herscheiderin soll laut Anklage am 19. Dezember in dem ihr zugewiesenen Zimmer eines Wohnheimes am Pastorenweg in Iserlohn ein Feuer gelegt und sodann das Gebäude verlassen haben. Dabei soll sie den Tod des im Nachbarzimmer schlafenden Erziehers billigend in Kauf genommen haben. Dieser soll jedoch wach geworden sein, als sie das Zimmer verließ, so dass er nicht verletzt wurde. Er kam mit dem Schrecken davon. Durch den rechtzeitig entdeckten Brand sollen lediglich das betroffene Zimmer zerstört und einige weitere Räume verraucht worden sein.

Der Angeklagten droht maximal die Verurteilung zu einer Jugendstrafe bis zu zehn Jahren. Sie ist nicht vorbestraft. Angesichts des Alters der Angeklagten findet das Verfahren unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Für den Prozess sind sieben Verhandlungstage bis zum 26. August vorgesehen.

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