Verkehr

Sperrung der Stefanstraße noch bis Ende November

Die Stadtwerke verlegen gerade an der Stefanstraße Leitungen für den neuen Abwasserkanal. Die Arbeiten werden bis Ende November dauern.

Die Stadtwerke verlegen gerade an der Stefanstraße Leitungen für den neuen Abwasserkanal. Die Arbeiten werden bis Ende November dauern.

Foto: Andreas Drees / IKZ

Iserlohn.  Wenn der unterirdische Kanalvortrieb die Wallstraße erreicht hat, wird in dem Bereich erneut gebaut – mit einspuriger Verkehrsführung

„Wir geben so viel Gas wie möglich.“ Jürgen Richters, Bereichsleiter Technischer Service bei den Stadtwerken, der sich sich so äußert, hat eine aktuelle Großbaustelle des Versorgungsunternehmens beinahe vor der Bürotür. Seit Anfang September ist die Stefanstraße kurz hinter der Einmündung des Burgwegs für den Verkehr gesperrt, denn wegen des Kanalbauprojekts zwischen Ortlohnpark und Wallstraße müssen dort Leitungen umgelegt werden: Strom, Gas, Wasser und Fernwärme sind betroffen. Wer in die Baugruben in dem Bereich schaut, kann eine Vielzahl von Leitungen erkennen und vermutlich nachvollziehen, warum die Sperrung nicht von kurzer Dauer ist.

Das Ende scheint mittlerweile in Sicht. Voraussichtlich bis Ende November würden die Arbeiten noch andauern, schätzt Richters ziemlich unverbindlich und spricht in diesem Zusammenhang von einer Sisyphos-Arbeit, bei der die Arbeiter per Handschachtung die alten Leitungen freilegen und danach umlegen müssen.

Ende November könne der Verkehr vermutlich wieder fließen. Bis dahin rollen die Fahrzeuge am Dördel auf ungewohnten Wege zum Ziel, sehr zum Verdruss einiger Bewohner des IGW-Neubaus an der Gerichtstraße, Ecke Wallstraße. Balkone zur Wallstraße seien nicht benutzbar, der Lärmpegel bei geöffneten Fenstern unerträglich. Der Durchgangsverkehr dort habe enorm zugenommen. Auf der Wallstraße komme es wegen der Enge zu Ausweichmanövern mit Abbremsen, Anfahren und dem entsprechenden Lärm. Und auf der Gerichtstraße würden sich zu viele nicht an das Tempo-30-Limit halten. Außerdem wurde der Schilderwald in dem Bereich kritisiert. Der sei inzwischen bereinigt worden, heißt von Seiten der Stadt.

Fernwärme-Unterbrechung in der Nacht zum 19. Oktober

Die Wallstraße – zuvor wegen des genannten Neubaus und der Schachtbaustelle an der Kreuzung Wallstraße/Bleichstraße längere Zeit gesperrt – ist wieder komplett freigegeben. Die Bewohner des Hauses würden sich wünschen, dass der Verkehr vollständig über die Baarstraße und die Hans-Böckler-Straße ins Viertel rollen möge, die Gerichtsstraße also mit Ausnahme der Anlieger und Postbesucher vom Verkehr verschont bleiben möge.

Auch wenn Jürgen Richters von den Stadtwerken wegen der Komplexität der Baustelle kein konkretes Enddatum nennen mag, hat eine wichtige Maßnahme einen konkreten Termin. In der Nacht vom 18. auf den 19. Oktober wird die Fernwärmeversorgung im Kreuzungsbereich vom alten auf den neuen Verlauf umgestellt – mit einer entsprechenden Unterbrechung.

Wenn die Stadtwerke ihre Bauarbeiten vermutlich Ende November abgeschlossen haben, dürften wieder die alten Verhältnisse im Quartier gelten, zumindest für wenige Monate, denn das Ende der Baumaßnahmen ist dann noch nicht erreicht. In der Folge geht es weiter mit den Kanalbaumaßnahmen, die – wie mehrfach berichtet – per Rohrvortrieb in großer Tiefe vonstatten gehen, ohne die Straße aufzureißen. Unterirdisch nur im Prinzip, denn für die Arbeiten wird am Beginn der Bleichstraße, beinahe dort, wo gerade jetzt gearbeitet wird, auf der Bolzfläche am Pausenhof der Burgschule, ein Schachtbauwerk entstehen. Außerdem muss die bestehende alte Verbindung des heutigen Abwasserkanals zum nahen Baarbach umgebaut werden. Kai Höffken, zuständiger Bauleiter der Stadt Iserlohn, hat da aber eine halbwegs gute Nachricht für die Bewohner des Stadtteils. Zwar müsse der Burgweg noch einmal vorübergehend abgebunden werden, doch um eine Vollsperrung des Bereichs werde man eventuell herumkommen. In der Praxis werde dann die Stefanstraße nur halbseitig gesperrt, kündigt Höffken an, der aber zum genauen Zeitplan keine Angaben machen könne.

Unterirdischer Rohrvortriebsoll im November weitergehen

Nachdem die unterirdischen Vortriebsarbeiten nach einem Schaden samt Reparatur unter dem Burgweg seit dem 19. Februar ruhten, kommt nun bald wieder Bewegung in den Untergrund. Mitte November wird das belgische Unternehmen wieder mit dem horizontalen Vortrieb des Kanals beginnen. Und bevor die Arbeiten am Schachtbauwerk neben der Stefanstraße beginnen können, muss der Bohrkopf an der Wallstraße angekommen sein. Wann das sein wird, mag Höffken aufgrund der bisherigen Erfahrungen nicht beantworten. Vermutlich im Frühjahr, lautet seine ausdrücklich unverbindliche Einschätzung.

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