Waffensammler

Iserlohner hortete fast 500 Waffen in seiner Wohnung

Das ist ein Teil der Waffen, die die Polizei in der Wohnung am Gerlingser Platz sichergestellt hat. Darunter befanden sich neben zahlreichen Karabinern auch Maschinenpistolen und eine Kalaschnikow.

Das ist ein Teil der Waffen, die die Polizei in der Wohnung am Gerlingser Platz sichergestellt hat. Darunter befanden sich neben zahlreichen Karabinern auch Maschinenpistolen und eine Kalaschnikow.

Foto: Polizei Iserlohn

Iserlohn.   Nach dem natürlichen Tod eines 81-Jährigen fand die Polizei in seiner Wohnung in Gerlingsen mehr als 500 Waffen und 5 Kilo Schwarzpulver.

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Der Tod eines 81-Jährigen sorgte am Mittwochabend für einen Großeinsatz der Polizei in Gerlingsen. Der Grund: Im Nachlass des älteren Mannes, der laut Polizei eines natürlichen Todes gestorben ist, wurden etwa 500 Waffen gefunden, darunter Maschinenpistolen und eine Kalaschnikow.

Polizei findet 500 Waffen in Wohnung eines Verstorbenen
Polizei findet 500 Waffen in Wohnung eines Verstorbenen

Der Einsatz am Gerlingser Platz begann bereits am Nachmittag. Das Ordnungsamt hatte gegen 15 Uhr die Polizei alarmiert. Bei der sogenannten Nachlass-Sichtung des Mannes, der dem Vernehmen nach vor wenigen Tagen in einem Krankenhaus gestorben ist, waren diverse Waffen gefunden worden.

LKA findet im Keller 5 Kilo Schwarzpulver

Im Laufe der Sicherstellung und Durchsuchung fanden die Beamten dann immer mehr Langwaffen und Pistolen in der Wohnung. Da es zudem von Angehörigen des Verstorbenen den Hinweis auf mögliche weitere Waffen im Keller gab, die zudem auch sprengfähige Stoffe enthalten könnten, wurden am Abend auch Entschärfungsspezialisten vom Landeskriminalamt alarmiert.

Zur Sicherheit wurde nicht nur der Bereich um das Gebäude, in dessen Erdgeschoss bis vor kurzem die dortige Sparkassen-Filiale war, sondern der gesamte Gerlingser Platz ab etwa 21 Uhr abgesperrt.

Gegen Mitternacht begannen die LKA-Experten mit der Durchsuchung des Kellers, dort fanden die Ermittler rund 5 Kilo Schwarzpulver.

Nachdem geklärt werden konnte, dass keine Gefährdung für den Nahbereich besteht, wurde zunächst die Sperrung des Gerlingser Platzes um kurz nach Mitternacht aufgehoben.

Nach dem Abrücken des LKA-Teams schaffte die Polizei noch weitere Waffen, darunter auch historische, und auch Munition aus der Wohnung und dem Keller.

Zusammen mit den gefundenen Hieb- und Stichwaffen wurden bis gegen zwei Uhr am Donnerstagmorgen laut einem Sprecher der Polizei insgesamt fast 500 Waffen sichergestellt. Die Kripo ermittelt nun wegen Verstoß gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz, und zwar mit Blick darauf, woher der Verstorbene die Waffen hatte und vor allem ob es mögliche weitere Tatbeteiligte gibt, die noch belangt werden können.

Die Polizei hatte gegen 22.15 Uhr für alle Fälle auch noch einen kompletten Löschzug der Feuerwehr und einen Notarzt angefordert. Zudem war auch der Bereitschaftsdienst der Stadtwerke vor Ort, um im Notfall die Versorgungsleitungen unterbrechen zu können.

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