Drüpplingsen

Wegen Sperrung verbotene Wege durch Drüpplingsen genutzt

Nachdem die alte Straßendecke abgefräst worden ist, wurden gestern noch die letzten Reste rund um Schachtabdeckungen, sprich Kanaldeckel, beseitigt, damit ab kommender Woche asphaltiert werden kann.

Nachdem die alte Straßendecke abgefräst worden ist, wurden gestern noch die letzten Reste rund um Schachtabdeckungen, sprich Kanaldeckel, beseitigt, damit ab kommender Woche asphaltiert werden kann.

Foto: Torsten Lehmann / IKZ

Drüpplingsen.  Nach Kontrollen in Drüpplingsen ist die Zahl der Lkw auf der Heidestraße und der Mühlenstraße aber wieder zurückgegangen.

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Seit Montag ist die Drüpplingser Straße im Bereich zwischen dem Kreisel in der Helle und der Einmündung Heidestraße wegen der Erneuerung der Asphaltdecke komplett gesperrt. Inzwischen können auch die Anwohner an der Heidestraße und der Mühlenstraße langsam wieder aufatmen. Denn dank Kon­trollen von Polizei und Stadt ist die Zahl der Lkw, die verbotenerweise diese Umleitung zwischen Drüpp­lingsen und Kalthof wählten, deutlich zurückgegangen.

Neun tatsächlich gezählte 40-Tonner in einer Stunde am Mittwochvormittag, hochgerechnet bis zu 100 am Tag und gefühlt noch mehr zwängten sich seit Beginn der Baumaßnahme durch die Anliegerstraßen, an denen bekanntlich ja auch noch wechselseitig von Anwohnern geparkt wird. Und das obwohl beispielsweise aus Richtung Fröndenberg die Beschilderung auf der Ruhrbrücke in Langschede eindeutig ist, was die Umleitung über Menden und Sümmern und was die Sperrung der B233 Richtung Iserlohn angeht.

Teilweise wurde auch durch die Baustelle gerast

Dass es immer einige Tage dauert, bis sich eine solche Umleitung eingespielt und herumgesprochen hat, wissen auch die Mitarbeiter der beauftragten Baufirma Eurovia aus Bottrop, die ihren Baucontainer auf halber Strecke des ersten Bauabschnitts aufgestellt hat. Auch auf die Drüpp­lingser Straße habe sich in den vergangenen Tagen noch der eine oder andere Lastwagen in die Baustelle „verirrt“, um nicht gegen das Lkw-Verbot auf der Mühlenstraße zu verstoßen. Solange die Fahrzeuge auch entsprechend langsam unterwegs seien, sei das dann auch kein allzu großes Problem. Dem Vernehmen nach werde aber auch trotz der inzwischen abgefrästen Decke und dadurch noch höher stehender Kanaldeckel und Straßeneinläufe gerast, was für beide Seiten – Verkehrsteilnehmer wie Mitarbeiter der Baufirma – entsprechend gefährlich sein kann.

Die Sicherheit und die neue Arbeitsstättenrichtlinie A5.2 sind es übrigens auch, die laut Straßen-NRW-Niederlassungssprecher An­dreas Berg die Komplettsperrung notwendig machen, da sonst der Abstand zwischen Arbeitern und fließendem Verkehr zu gering sei. Weiterer Vorteil ist, dass die neue Asphaltdecke ohne eine Naht in der Mitte erstellt werden kann.

Im ersten, 1,2 Kilometer langen Bauabschnitt zwischen Kreisel und Heidestraße sollen in der kommenden Woche die acht Zentimeter dicke Binderschicht und die halb so dicke Deckschicht asphaltiert werden – wenn das Wetter entsprechend weiter mitspielt. Arbeiten an den Schichten darunter waren jetzt nicht notwendig, wären es aber wohl geworden, wenn nicht die etwa fünf bis zehn Millimeter breiten Risse in der Oberfläche der Bundesstraße vor dem Winter durch die neue Decke beseitigt worden wären. Denn sonst könnte dort Wasser eindringen und es bei niedrigen Temperaturen zu „Frostabsprengungen“ kommen. Auch Spurrillen und die Senke, in der sich kurz hinter dem Kreisel in der Helle und nach einem Straßeneinlauf immer der Niederschlag gesammelt hat, machten die Erneuerung notwendig, in deren Zuge jetzt natürlich auch alle weiteren Einläufe und Schachtabdeckungen wieder nivelliert werden.

Zweiter Bauabschnitt soll am 21. Oktober folgen

Im zweiten Bauabschnitt, der mit 1,7 Kilometern bis fast zur Abzweigung nach Halingen reicht und der ab dem 21. Oktober ebenfalls als Komplettsperrung eingerichtet werden soll, sind dann auch tiefergehende Arbeiten nötig. Dort sind die Schäden auch für den Vorbeifahrenden schon leicht erkennbar an den „Asphaltflicken“ vor allem im Kurvenbereich. Doch auch hier möchte die Baufirma bei passender Witterung möglichst nach zweieinhalb Wochen fertig sein. Denn direkt im Anschluss werden dann noch 800 Meter der B233 von der Einmündung ins Gewerbegebiet Zollhaus durch Kalthof und weiter Richtung Helle neu asphaltiert. Auch dort sind teilweise weitergehende Arbeiten nötig, zudem soll eine Bushaltestelle barrierefrei ausgebaut werden. Beides zusammen, also die Arbeiten in Kalthof und Drüpplingsen, kosten übrigens 1,2 Millionen Euro.

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