Schule

Wiesengrund wartet auf mehr Platz

Die Grundschule Im Wiesengrund

Die Grundschule Im Wiesengrund

Foto: Josef WRONSKI

Iserlohn.  Seit knapp sechs Jahren steht der Um- und Ausbau der Grundschule Im Wiesengrund auf dem Plan. Doch er verzögert sich weiter.

Seit nunmehr knapp sechs Jahren steht der Um- und Ausbau der Grundschule Im Wiesengrund auf dem Plan, denn der vorhandene Platz reicht schon lange nicht mehr für die zahlreichen Ganztagsgruppen und das jahrgangsübergreifende Lernen (JüL) aus. Bereits im September 2019 hieß es seitens der Verwaltung, dass Vorplanungen endlich zum Abschluss gebracht werden könnten. Doch aufgrund der Corona-Pandemie scheint es so, als verzögere sich der Umbau auch weiterhin.

Herrmann Noll vom Kommunalen Immobilien Management (KIM) stellte jetzt die Pläne für die Umgestaltung des ehemaligen Hauptschulgebäudes, das direkt an die Grundschule im Wiesengrund angrenzt, gemäß eines ersten Vorentwurfs vor. Die Gesamtfläche der Schule soll dann bei 7700 Quadratmetern liegen. Das Hauptgebäude der ehemaligen Hauptschule soll zu diesem Zweck umgebaut und modernisiert werden. Besonders im Vordergrund liegt die barrierefreie Gestaltung, etwa mit Hilfe zweier neu zu installierender Aufzüge sowie Rampen. Außerdem soll im Untergeschoss des Gebäudes eine Mensa mit 144 Sitzplätzen auf einer Fläche von 286 Quadratmetern eingerichtet werden. Darüber hinaus sollen natürlich auch die beiden Gebäudeteile mittels eines Verbindungsganges verbunden werden, auch die WC Anlagen müssen erneuert werden. Erste Kostenschätzung: 4.332.000 Euro.

„Mein lieber Herr Gesangsverein“, ist dazu die erste Reaktion des Ausschussvorsitzenden Peter Leye (SPD), denn mit einer derart hohen Summe habe man nicht gerechnet. Dennoch scheinen die Ausschussmitglieder einig, dass die Frage um den benötigten Raum unstrittig sei. Dennoch befürchten sie, dass sich aufgrund der aktuellen Situation sowie den anstehenden Wahlen der etwaige Baubeginn weiter verschieben könnte. Sie hoffen auf einen Beschluss im Schulausschuss und Rat im September, um zuverlässig weiter planen zu können. „Aber selbst wenn der Beschluss dann da ist, muss ja der Haushalt 2021 abgewartet werden. Vor nächstem Frühjahr wird das also nichts“, so die Einschätzung von Hartmut Bogatzki.

Schulleiterin Anja Ihme aber gibt zu bedenken, wie oft schon andere Projekte zur Erweiterung der Grundschule zurückgestellt wurden: ein kostspieliges Containerdorf, der Weggang aus dem Gebäude an der Schulstraße sowie der Anbau von 2,5 Räumen an das ehemalige OGS-Gebäude. Als dann die Hauptschule geschlossen wurde und auch die Gesamtschule Seilersee das Feld räumte, dann der nächste Dämpfer: Statt Umbau zog erst einmal ein Teil der Stadtverwaltung übergangsweise in das Gebäude. „Das ist aber kein Grund, den Prozess herauszuzögern“, betont der Beigeordnete Martin Stolte.

Anja Ihme hofft, dass bald Bewegung in den Prozess kommt, denn der zusätzliche Platz werde dringend benötigt. „Unser Ganztagsprogramm kommt sehr gut an, wir haben bereits acht Gruppen und es könnten auch noch mehr sein“, berichtet sie. Außerdem hätten seit 2011, als sie als Schulleiterin an die Grundschule kam, alle Schulen den erforderlichen Anbau erhalten, nur die Schule im Wiesengrund warte immer noch. Es ginge jetzt darum, ein positives Zeichen auch an die Eltern und das engagierte und geduldige Kollegium zu senden, so Anja Ihme.

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