Neubau

Der Bau des SPD-Hauses in Kleve beginnt

Diesen Entwurf der Architektin Nicole Koenen veröffentlichte die SPD im vergangenen Sommer. In der Planung hat sich seitdem leicht die Gestaltung der Fensterfront geändert.

Diesen Entwurf der Architektin Nicole Koenen veröffentlichte die SPD im vergangenen Sommer. In der Planung hat sich seitdem leicht die Gestaltung der Fensterfront geändert.

Foto: Nicole Koenen

Der Grundstein für das neue SPD-Haus in Kleve ist gelegt. Es vereint Büros, einen Veranstaltungsraum und 20 preisgebundene Wohnungen

Der Kreis Klever SPD-Vorsitzende Norbert Killewald war sichtlich gut gelaunt, denn das Warten hat ein Ende. Schon im vergangenen Jahr wurde das Gerd-Hölzel-Haus an der Wiesenstraße abgerissen. Mit dem Neubau konnte man aber nicht sofort beginnen. Die Statik des Untergrunds war nicht gegeben, weshalb der Boden ausgetauscht werden musste. Außerdem erwies sich die Schallschutz-Planung als recht kompliziert. Doch am Freitag war es nun soweit: Der Grundstein ist gelegt, der Bau kann starten.

„Wir sichern hiermit unsere Kampagnenfähigkeit im Kreis Kleve“, betonte Killewald. Zusätzlich entstehen 20 Ein- und Zweipersonen-Wohnungen im Rahmen des sozialen Wohnungsbaus. 2,7 Millionen Euro steckt die Treuhand-Vermögensgruppe der Genossen in den Neubau.

Barbara Hendricks fiel der Abschied vom Gerd-Hölzel-Haus schwer

Die ehemalige Bundesumweltministerin Barbara Hendricks war von den ersten Ideen allerdings nicht begeistert. Die kamen 2008 auf, als die Awo aus dem Gebäude auszog. „Das alte Gebäude aus dem Jahr 1903 war sehr prägend, da fiel mir der Abriss schwer“, sagte die SPD-Bundestagsabgeordnete. Aber auch sie stimmte schließlich zu, nachdem klar war: Das neue Gebäude erhält einen Seminarraum, den auch gemeinnützige Vereine benutzen können. Und es wird zwei Wohnungen geben, die für alleinerziehende Mütter geeignet sind.

Eine wichtige Rolle bei der Umstimmung von Barbara Hendricks hat offenbar Mom Zevens gespielt. „Er überzeugte sie, sich das nochmal zu überlegen“, so Schatzmeister Christian Nitsch. 2016 begannen die Planungen der SPD mit der in Kleve bestens bekannten Zevens-Gruppe. Die Lage an der Wiesenstraße erwies sich wegen der fußläufigen Nähe zur Innenstadt, zur Hochschule und zum Bahnhof als ideal für künftige Bewohner.

Barrierefreie Wohnungen sind geplant

Wie wird das Gebäude nun aussehen? Architektin Nicole Koenen erklärt: „Es wird viergeschossig mit einem Stapelgeschoss.“ Im Erdgeschoss werden sich neben zwei Wohnungen die Räume der SPD befinden, ebenso der Veranstaltungsraum. Der wird durch eine Glasfassade von außen gut sichtbar sein. Während das Erdgeschoss verklinkert sein wird, unterbrochen von großen Glasflächen, sollen die Geschosse darüber eine helle Putzfassade haben, aufgelockert durch rote Fassadenplatten. Alle Wohnungen sind barrierefrei, neun rollstuhlgerecht.

Für das energetische Konzept hat Franz-Josef Schoofs (Energieberatung Kleve) eine Hybridanlage eingeplant, die selbstständig auf den geeigneten Energieträger umschaltet. „Wir wollen besser sein als die Vorschriften“, betont er – auch damit die Nebenkosten gering ausfallen. Als Generalunternehmer fungiert die Bauunternehmung Gebrüder van Bebber. Geschäftsführer Herbert van Bebber: „Wir gehen von einem Jahr Bauzeit aus.“ Welchen Namen das neue Haus erhalten wird, ist noch offen.

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