Umwelt und Natur

Der Klever Tiergarten freut sich über zwei Seehund-Babys

Das 23-Jahre altes Seehundweibchen „Lisa“ mit dem Nachwuchs im Tiergarten Kleve.

Das 23-Jahre altes Seehundweibchen „Lisa“ mit dem Nachwuchs im Tiergarten Kleve.

Foto: Tiergarten

Kleve.  Gleich zwei Seehundweibchen freuen sich über Nachwuchs: Lisa und Elektra haben im Juni und Anfang Juli ihre Seehund-Babys bekommen.

Die Seehundanlage im Klever Tiergarten war in den letzten Wochen abgesperrt. Aber nicht weil es Probleme gab oder der Tiergarten etwas reparieren mussten, sondern aus sehr erfreulichen Gründen: Die beiden Klever Seehundweibchen haben Nachwuchs bekommen! Am Montagmorgen, 22. Juni, überraschte das 23 Jahre alte Seehundweibchen „Lisa“ direkt um 8 Uhr bei Dienstbeginn mit ihrem Jungtier.

Seehunde sind sehr störempfindliche Tiere

„Wir hatten gar nicht mehr bei ihr mit Nachwuchs gerechnet, da sie in den letzten Jahren nicht mehr tragend geworden ist und davor leider den Nachwuchs nicht erfolgreich großgezogen hat“, so der Tiergarten in einer Stellungnahme. Seehunde sind während der Aufzucht sehr störempfindlich. Verlässt eine Seehundmutter während der Säugephase ihr Jungtier, so heult dieses vor Hunger und Verlassenheit.

„Da wir keinen Heuler sondern einen kleinen, niedlichen Wonneproppen haben wollten, haben wir den Zugang zum Seehundbecken sofort gesperrt, um jegliche Störung zu verhindern.“ Lisa kümmert sich hervorragend und liebevoll um ihr Baby, das sein Gewicht mittlerweile fast verdreifacht hat.

Am Donnerstag, 2. Juli, präsentierte dann auch das zweites Seehundweibchen „Elektra“ stolz ihr Baby. Sie ist erst fünf Jahre alt und es ist ihr erstes Jungtier. Auch sie kümmert sich bestens um den Nachwuchs. Vater Jannik ist an der Aufzucht nicht beteiligt. „Wir gehen davon aus, das Lisa einen Jungen und Elektra ein Mädchen geboren hat. Aber auch wir haben immer nur aus entsprechender Entfernung geschaut, so dass wir es noch nicht 100-prozentig sagen können. Wir haben daher auch noch keine Namen vergeben“, so der Tiergarten.

Seit einer guten Woche ermöglicht der Tiergarten teilweise den Zugang zum Seehundbecken, so dass die Besucher die beiden Wonneproppen mit den niedlichen Kulleraugen zwar sehen können, die Tiere aber noch genügend Ruhe und Rückzugsmöglichkeit haben. In Kürze ist die Säugephase vorbei und die Jungtiere werden dann anfangen, Fisch zu fressen. Dies ist immer eine sehr gefährliche Zeit, da die Seehunde dann nach allem schnappen, was im Wasser glitzert und sich bewegt wie ein Fisch. Deshalb appelliert der Tiergarten an die Besucher, absolut nichts ins Seehundbecken zu werfen, da dies für die Tiere lebensgefährlich sein kann.

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