Coronakrise

Der Kreis Kleve soll der Gastronomie stärker helfen

Gastronomen im Kreis Kleve klagen über erhebliche Umsatzeinbußen

Gastronomen im Kreis Kleve klagen über erhebliche Umsatzeinbußen

Foto: Britta Pedersen / dpa

Kreis Kleve.  Die Vereinigte Wählergemeinschaften Kreis Kleve fordert die Gebührenfreiheit für Wirte bei den Lebensmittelkontrollen

Die Umsätze in fast allen gastronomischen Betrieben machen seit März diesen Jahres nur noch einen Bruchteil vergangener Tage aus – viele Wirte stehen vor dem Ruin. Das berichtet der Kreistags-Kandidat der „Vereinigten Wählergemeinschaften Kreis Kleve“ im Wahlkreis Rees, Udo Holtmann, selbst Geschäftsführer eines Café-Konditorei-Betriebes in Kevelaer und Vorstandsmitglied des Gastronomiebranchen-Verbandes Dehoga Kreisgruppe Kleve aus eigener leidvoller Erfahrung: „Die Corona-Krise ist nicht ausgestanden für Gastronomie, Hotellerie und Veranstaltungsfirmen und wird noch Monate anhalten.“ Bund und Land würden zurecht Überbrückungshilfen anbieten, aber auch viele Städte und Gemeinden hätten bereits finanzielle Unterstützungsmaßnahmen vor Ort beschlossen. Sie hätten die Sondernutzungsgebühren für Biergärten und Terrassengastronomie auf öffentlichen Straßen und Plätzen vielerorts reduziert oder für 2020 ganz gestrichen worden. Dafür sei die Branche auch sehr dankbar.

Jetzt schlagen die „Vereinigten Wählergemeinschaften Kreis Kleve“ eine weitere Maßnahme vor, um die stark betroffenen Unternehmen zu unterstützen: „Der Kreis Kleve soll auf die Gebühren für die Betriebsprüfungen im Rahmen der amtlichen Lebensmittelüberwachung dann verzichten, wenn nach einer Plan-Kontrolle weder ein Verstoß noch eine Beanstandung festgestellt werden sollte.“

Gebührenpflichtigen Kontrollen in der amtlichen Lebensmittelüberwachung „kurios“

Der Vorsitzende der „Vereinigten Wählergemeinschaften“, Ralf Janssen, kündigt einen entsprechenden Antrag für die erste Kreistagssitzung nach den Kommunalwahlen am 13. September an. Die gebührenpflichtigen Kontrollen in der amtlichen Lebensmittelüberwachung seien nach Janssens Ansicht als „zumindest kurios zu bezeichnen“. Zumindest bis zum Ende der Pandemie sollte sich der Kreis nach Auffassung der „Vereinigten Wählergemeinschaften“ großzügig zeigen.

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