Schulgarten in Goch

Der Schulgarten in Goch-Asperden bekommt neue Hochbeete

Der Schulgarten an der Niers-Kendel-Schule in Goch-Asperden bekommt zwei neue Hochbeete.

Der Schulgarten an der Niers-Kendel-Schule in Goch-Asperden bekommt zwei neue Hochbeete.

Foto: Andreas Daams

Goch-Asperden.  Die Niers-Kendel-Schule in Asperden hat zwei Hochbeete von der Landgard-Stiftung bekommen. Die Idee ist nicht neu.

Seit Jahren unterhält die Niers-Kendel-Schule in Asperden auf ihrem großräumigen Gelände einen Schulgarten mitsamt Gewächshaus. Gerade blüht es im Garten gelb, orange und violett. An den Sträuchern sieht man Früchte wachsen. Einige Erdreihen sind frisch umgegraben. Neu ist, dass es für Schulgärten Hilfe aus der Wirtschaft gibt. „Wir unterstützen in diesem Jahr 16 Schulen“, sagt Stefan Dünnwald von der Landgard Stiftung. Landgard ist eine Erzeugergenossenschaft in Straelen und mit 3300 Mitgliedsbetrieben eine der größten europäischen Vermarktungsorganisationen für Blumen, Pflanzen, Obst und Gemüse.

Zur Eröffnung tragen die Kinder weiße und gelbe T-Shirts

Zwei Hochbeete hat nun die Niers-Kendel-Schule bekommen, mitsamt Erde und Pflanzen. „Zwei Eltern haben uns auf die Ausschreibung hingewiesen“, erzählt Lehrerin Margret Cleusters, die den Schulgarten betreut. Sie recherchierte, die Schule bewarb sich – und fährt nun die Ernte ein. Zur feierlichen Eröffnung tragen die Kinder weiße und gelbe T-Shirts und singen ein englisches Blumenlied. „Willst du ein Leben lang glücklich sein, dann lege einen Garten an“, zitiert Schulleiterin Annette Verhoeven-Vüllings ein Sprichwort. Sogar die Sonne scheint ermunternd vom Himmel.

Die Kinder ernten abwechselnd Obst und Gemüse

In der Niers-Kendel-Schule in Asperden, in der die Erst- und Zweitklässler zuhause sind, geht es fast täglich um den Garten. Während des Unterrichts ernten die Kinder abwechselnd Obst und Gemüse, das dann klein geschnitten und in den Pausen verteilt wird. „In den Sommerferien kümmert sich dann der Offene Ganztag um den Schulgarten“, erklärt Margret Cleusters. Für sie ist Gartenarbeit ein Hobby, dem sie auch zuhause nachgeht. Freitags helfen Eltern den Kindern im ziemlich großen Schulgarten, dann nimmt das Gärtnern professionelle Züge an.

Keine Arbeit, sondern Leidenschaft

„Für einige Eltern ist das keine Arbeit, sondern eine Leidenschaft“, betont Annette Verhoeven-Vüllings. Der Hintergrund des Schulgartens ist natürlich auch pädagogischer Natur. Verhoeven-Vüllings: „Ihr lernt, wie wichtig Natur ist.“

In den nächsten Monaten wachsen in den Hochbeeten nach einem detaillierten Plan verschiedene Obst- und Gemüsesorten. „Wer von euch hat schon mal Früchte aus dem Garten geerntet?“, fragt Stefan Dünnwald. Die Hände gehen hoch. „Und wie schmecken die?“ Die Antwort kommt prompt: „Lecker!“ Sogar als Dünnwald fragt, ob jemand weiß, was eine Genossenschaft ist, zeigen ein paar Schülerinnen und Schüler auf. Die Antwort des Schülers: „Da kann man Blumenerde kaufen.“

Wie das alles genau miteinander zusammenhängt, darüber kann man bei Tomate und Paprika ja nochmal in Ruhe reden.

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