Gesundheit

Der Traumberuf der Studenten wird Realität in Kleve

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Lisa Loosen und Jannik Kemper absolvieren ihr PJ im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum.

Lisa Loosen und Jannik Kemper absolvieren ihr PJ im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum.

Foto: (KKLE / Thomas Momsen)

Kreis Kleve.  Lisa Loosen und Jannik Kemper sind PJ-Studenten im Karl-Leisner-Klinikum in Kleve. Die angehenden Mediziner befinden sich auf der Zielgeraden.

So unterschiedlich Lisa Loosen und Jannik Kemper auch sind, so sehr eint sie ein gemeinsamer Wunsch: Sie möchten kranken Menschen helfen. Die beiden angehenden Mediziner befinden sich auf der Zielgeraden ihres Studiums und absolvieren gerade ihr Praktisches Jahr (PJ) im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum – mit großen Engagement und viel Freude.

Lisa Loosen (33) ist im Klever St.-Antonius-Hospital „mittendrin statt nur dabei“. Die Mutter einer zweijährigen Tochter arbeitet und lernt in der Zentralen Notaufnahme des Krankenhauses. „Die Praxis macht den Unterschied“, weiß sie. Und Praxis gibt es hier genug: „Ich fahre auch mit dem Notarzt raus. Diese Erfahrungen sind Gold wert.“

Im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum hat die gelernte Präparatorin schon die Chirurgie und vor allem die Urologie kennengelernt

Im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum hat die gelernte Präparatorin schon die Chirurgie und vor allem die Urologie kennengelernt. „In der Urologie möchte ich später arbeiten“, erzählt sie. Eine Stelle an der Gerichtsmedizin in Köln hat sie dafür aufgegeben, der Großstadt hat sie dafür den Rücken gekehrt. Und ist mit Familie in ihre Heimatstadt Goch zurückgekehrt. Auch Jannik Kemper (23) arbeitet dort, wo es mitunter um Leben und Tod geht – auf der Intensivstation des St.-Antonius-Hospitals Kleve. Mit 17 Jahren hat er sein Medizinstudium begonnen, eine überragende Abiturnote war die Voraussetzung. Warum Medizin? „Vielleicht habe ich ein Helfersyndrom“, schmunzelt er. Während seines Praxiseinsatzes bewohnt er wieder sein Jugendzimmer in Bedburg-Hau. Gewöhnungsbedürftig? „Nein, sehr praktisch“, findet er.

Dass der Start ins Medizinstudium mitunter etwas trocken ist, bestätigen beide: „Nach den ersten beiden Jahren Theorie freut man sich über jeden Praxiseinsatz.“ Dass diese Einsätze so sehr weiterbringen und so viel Spaß machen wie im Katholischen Karl-Leisner-Klinikums, ist dabei keinesfalls selbstverständlich.„In großen Unikliniken ist man als PJ-Student oft nur eine Nummer“, wissen beide.

Beide loben deshalb die Qualität der Ausbildung und die familiäre Atmosphäre in den Krankenhäusern des Katholischen Karl-Leisner-Klinikums. „Dass Chef- und Oberärzte einem unter die Arme greifen, ist in den großen Medizinfabriken einfach undenkbar“, wissen sie. Das Klinikum profitiert vom lebendigen Austausch: Als Akademisches Lehrkrankenhaus der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf engagiert sich das Katholische Karl-Leisner-Klinikum seit 2016 in der praktisch-klinischen Ausbildung von Medizinstudenten. Dabei sind die PJ-Studenten voll in den Behandlungsablauf integriert. Sie nehmen an Visiten, Untersuchungen, Aufnahmen oder Röntgendemonstration teil und übernehmen so viele Aufgaben wie möglich. Auch in der Notaufnahme.

Die Chance in Kleve genutzt

Mehr als 80 Studenten haben diese Chance in den letzten fünf Jahren genutzt, acht sind im Moment in den Krankenhäusern des Klinikums aktiv. Auch bei der Finanzierung des Medizinstudiums gibt es mitunter Unterstützung, etwa für Lisa Loosen: Der Kreis Kleve und das Katholische Karl-Leisner-Klinikum haben ein Stipendien-Programm für Medizinstudenten initiiert. 1.200 Euro monatlich können angehende Ärztinnen und Ärzte erhalten. Für die Gewährung des Stipendiums verpflichten sie sich, nach Erteilung der Approbation ihre fachärztliche Weiterbildung im Katholischen Karl-Leisner-Klinikum zu absolvieren und dort insgesamt fünf Jahre tätig zu sein. Im Anschluss daran müssen sie für eine Dauer von mindestens weiteren fünf Jahren eine Tätigkeit als Ärztin oder Arzt im Kreis Kleve ausüben.

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