Freizeit

Radeln auf Schienen: Die Klever Draisine bleibt ein Erlebnis

Die Draisine zieht seit Jahren mehr als 28.000 Fahrgäste. Anlass für die Kreiswirtschaftsförderung, im Rahmen der Sommertour in Kranenburg vorbei zu schauen.

Die Draisine zieht seit Jahren mehr als 28.000 Fahrgäste. Anlass für die Kreiswirtschaftsförderung, im Rahmen der Sommertour in Kranenburg vorbei zu schauen.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve/Kranenburg.   Die Draisine zwischen Kleve und Groesbeek ist seit elf Jahren in Betrieb. Um attraktiv zu bleiben, werden viele Angebote gemacht.

Auch wenn der erste Reiz der Draisine schon ein bisschen verflogen ist: Das Radeln auf Schienen ist nach wie vor sehr beliebt. 28 000 Fahrgäste begrüßen die Mitarbeiter der Grenzlanddraisine jedes Jahr aufs Neue. „Wir haben ein gewisses Stammpublikum, aber es kommen auch sehr viele Menschen aus dem Ruhrgebiet und dem Raum Düsseldorf/Köln. Man ist schon bereits über 100 Kilometer zu fahren“, sagt Geschäftsführer Gerd Scholten.

Zusätzliche Angebote

Die Fahrrad-Draisine zwischen Kleve und Groesbeek ist ein Dauerbrenner. 2008 wurde die Strecke in Betrieb genommen, damals noch mit dem Ziel, die Gleise zu nutzen und das Streckennetz nicht weiter verfallen zu lassen. Mittlerweile ist die Draisine aber auch zu einem Tourismusfaktor geworden. 28 000 Fahrgäste lassen auch Geld in den Ortschaften. Sie gehen essen, besuchen Museen, bummeln durch die Stadt. Martina Gellert vom Klever Stadtmarketing und Anne Peimann von der Touristik-Info in Kranenburg möchten die Draisinen-Gäste daher nicht mehr missen. Um das Angebot attraktiv zu halten, denken sich die beiden immer neue Arrangements aus. Neben dem anstrengenden Strampeln sollen Familien, Kegelclubs und Freundeskreise ein zusätzliches Erlebnis genießen können.

Beliebt sei das Bauerngolf in Groesbeek oder eine Kombination mit einer Bootstour auf dem Spoykanal. In Groesbeek wird eine Fahrt mit einem Planwagen angeboten, der die Gäste zu einem Weingut inklusive Weinprobe fährt. Auch das Befreiungsmuseum kann hinzu gebucht werden. Der Grillplatz vor dem Kranenburger Bahnhof werde rege genutzt, sagt Geschäftsführer Gerd Scholten. Eine Draisinen-Fahrt wird so zu einem geselligen Ausflug.

Damit das Fahren attraktiv bleibt, müsse auch regelmäßig etwas an der Strecke getan werden. „Wichtig ist, dass alles sauber ist und wir freundlich auf unsere Gäste zugehen“, sagt Scholten. Denn die Draisine lebe in erster Linie von der Mund zu Mund-Propaganda. Eine Umfrage habe ergeben, dass die meisten Gäste auf Anraten von Freunden oder Bekannten den Weg nach Kleve gefunden haben.

Keine Änderungen für den Betrieb

Noch in diesem Jahr soll ein Radweg entlang der Gleise zwischen Kleve und Kranenburg errichtet werden. Scholten geht nicht davon aus, dass der Betrieb der Draisine dadurch beeinträchtigt wird. Wenn es nach ihm geht, wird die Bahnstrecke Kleve-Nimwegen so schnell nicht reaktiviert: „Wenn die Region die Draisine verliert, dann verabschieden wir uns von einem Highlight am unteren Niederrhein.“

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