Graffiti

Ein buntes Chill-Out schmückt jetzt das Jugendheim in Kleve

Leiter "Pheat" (ganz rechts, 23 Jahre) hat's drauf und brachte den Workshop-Teilnehmern die Basics des Graffiti-Sprayens bei.

Leiter "Pheat" (ganz rechts, 23 Jahre) hat's drauf und brachte den Workshop-Teilnehmern die Basics des Graffiti-Sprayens bei.

Foto: Anke Gellert-Helpenstein

Kleve-Rindern.  Ferienspaß der Stadt Kleve bot Graffiti-Workshop im Jugendheim Rindern. Zehn Jugendliche zwischen 12 und 16 waren begeistert dabei.

Im Jugendheim JoSe-Treff in Rindern herrschte in den vergangenen zwei Tagen „dicke“ Luft. Nicht etwa, weil die Stimmung am Boden war – ganz im Gegenteil: Hier durfte kreativ und gekonnt gesprayt werden. Denn im Rahmen ihrer Ferienspaß-Aktionen hatte die Stadt Kleve auch einen Graffiti-Workshop auf Initiative der engagierten JoSe-Leiterin Silvia Kup (46) auf die Beine gestellt. Und da roch es dann auch schon mal ziemlich intensiv nach Farben aus der Spraydose. Das war aber auch der einzige Grund für kurzzeitige „dicke“ Luft.

Sprühfarbe geht nicht aus Kleidung raus

Der Graffiti-Workshop kam unter Leitung von Kup und Fiete Beckmann an. Graffiti-Künstler Pheat zeigte den neun Jungen und der 15-jährigen Virginia, wie’s läuft. Sie erfuhren, dass die Sprühfarbe nicht mehr aus der Kleidung abzuwaschen ist, dass es verschiedene Sprüh-Caps (Kappen) gibt für verschiedene Strichstärken, dass Mundschutz Pflicht ist, weil der Sprühstrahl nicht eingeatmet werden sollte. Und natürlich, dass ausschließlich dort gesprayt werden darf, wo es auch erlaubt ist.

In großen Graffiti-Lettern

Und im JoSe-Jugendtreff Rindern war’s erlaubt. Dort hatte Silvia Kup eine Wand des noch recht jungen Jugendtreffs speziell für die Sprüh-Aktion vorbereitet, denn dort stand am Ende des Workshops die Gemeinschaftsarbeit der engagierten Teilnehmer: Chill-Out in großen Graffiti-Lettern und verschiedenen Farben.

Silvia Kup leitet zwei Jugendheime

Kup, die gelernte Erzieherin, arbeitet bereits seit 17 Jahren im offenen Jugendtreff in Griethausen und hat den JoSe-Treff in Rindern an der Hohen Straße sozusagen vor einem Jahr mit aus der Taufe gehoben. Jetzt leitet sie beide Jugendtreffs. Gemeinsam mit den JoSe-Besuchern hatte sie sich im Vorfeld über den Schriftzug Chill-Out für ihren Gemeinschaftsraum entschieden. Und den haben die Workshopteilnehmer dann kreativ unter Pheats Anleitung auch verwirklicht.

Da wurde genebelt und gefilled

Die Fachsprache aus der Graffiti-Sprayer-Szene für die einzelnen Spray-Vorgänge hatten die jungen Leute schnell drauf. Da wurde genebelt und gefilled, es wurden Highlights, Schatten und Outlines gesprayt. Leo, Sander, Alpha, Marvin, Nico und die anderen konnten die zusätzlich zur Verfügung gestellten Leinwände ebenfalls besprühen – mit ganz eigenen Ideen und Schriftzügen. Letztlich durfte jeder seine „mobile“ Graffity-Arbeit mit nach Hause nehmen. Und der Rinderner Jugendtreff JoSe hat nun eine Graffity-Wand, die sich sehen lassen kann.

Der JoSe-Treff liegt an der Hohen Straße 107 in Rindern

Übrigens: Der Name JoSe-Treff kommt aus einer Abkürzung von Johanna Sebus, denn der Jugendtreff liegt genau gegenüber der Johanna-Sebus-Schule in Rindern und ist in Räumen des Pfarrheims St. Willibrord an der Hohen Straße 107 untergebracht.

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