Verkehr

Grünes Licht für Radschnellweg zwischen Kleve und Kranenburg

In Nimwegen gibt es bereits ein breites Netz an Fahrradschnellstraßen. Der neue Radweg soll eine Anbindung nach Kleve bieten.

In Nimwegen gibt es bereits ein breites Netz an Fahrradschnellstraßen. Der neue Radweg soll eine Anbindung nach Kleve bieten.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve/Kranenburg.   Kleve und Kranenburg können den ersten e-Rad-Weg entlang der Bahnstrecke bauen. Bund und Land sagen Förderung in Höhe von 5,4 Millionen Euro zu

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Über die diese Förderung darf sich die Region richtig freuen. Kurz vor Weihnachten wurden Kleve und Kranenburg mit einer üppigen Förderzusage von Bund und Land für den Bau eines Radschnellweges entlang der Draisinenstrecke bedacht. Die so genannte e-Rad-Bahn, die Kleve mit Nimwegen verbinden soll, wird insgesamt 6,52 Millionen Euro kosten und entlang der alten Bahntrasse angelegt. Das Bundesbauministerium unter der Leitung von Barbara Hendricks sagte eine Förderung in Höhe von 4,3 Millionen Euro zu (70 Prozent) und das Land NRW in Höhe von 921 000 Euro (15 Prozent). Den Rest teilen sich Kleve (610 000 Euro) und Kranenburg (690 000 Euro).

Der Radschnellweg wäre die erste überregionale Verbindung zwischen Kleve und Nimwegen, die allein für den Radverkehr bestimmt ist. Im Zeitalter der E-Bikes soll eine schnelle Trasse zwischen den Zentren nicht nur mit dem Auto möglich sein, sondern auch Radfahrer sollen schneller ans Ziel kommen können. Der Radweg wird auf einer Länge von 11,12 Kilometer errichtet. 4,67 Kilometer auf dem Stadtgebiet Kleves und 6,45 Kilometer auf dem Gebiet der Gemeinde Kranenburg.

„Mit der e-Rad Bahn leisten wir gemeinsam einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, zur Radverkehrsförderung sowie zur nachhaltigen und grenzüberschreitenden Erschließung der Region: Schnell, sicher und umweltfreundlich verbindet sie Menschen über die Grenze hinweg“, so die Bürgermeisterin Sonja Northing und Bürgermeister Günter Steins.

Bereits im kommenden Jahr soll mit der Ausführung des Weges begonnen werden. Da sich die Strecke entlang der Bahnlinie befindet, sind viele Grundstücke bereits im Eigentum der Kommunen. Nur in vereinzelten Fällen müsse man noch weitere Flächen hinzukaufen.

Mit dem neuen Radweg berücksichtige man alle klimaschutz- und fahrradverkehrsrevelanten Aspekte. Die e-Rad Bahn eigne sich zur überregionalen grenzüberschreitenden Verbindung der Städte Nimwegen und Kleve. Mit dem Radweg werden Universitäten und Hochschulen, die Stadt- und Gemeindezentren sowie wichtige Freizeitziele in Kleve, Kranenburg, Groesbeek und Nimwegen verbunden. Es werde ein wichtiger Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz, zur Radverkehrsförderung sowie zur nachhaltigen Erschließung der deutsch-niederländischen Grenzregion geleistet und der Radweg werde die ländliche Mobilität verbessern, heißt es in einer Presseerklärung.

Die Gemeinde Kranenburg hat bereits einen Radweg Richtung Berg en Dal in den Jahren 2014/2015 angelegt (wir berichteten). Hier schließt der Weg dann an das sehr gut ausgebaute niederländische Radwegenetz im Bereich der Stadt Nimwegen an (wir berichteten ebenfalls). Das neue Projekt gebe weitere Anreize, die Qualität und Durchgängigkeit der Strecke zu verbessern. So werde bereits auf niederländischer Seite ein Teilstück der Strecke auf drei Meter verbreitert um den Anforderungen einer durchgängigen e-Rad Bahn zu gewährleisten.

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