Gesundheit

Keuchhusten: Deutlich weniger Fälle im Kreis Kleve

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Eine Impfung gegen Keuchhusten ist für Kinder wichtig.

Eine Impfung gegen Keuchhusten ist für Kinder wichtig.

Foto: imago stock

Kreis Kleve.  Wurden 2019 noch 30 Keuchhusten-Fälle im Kreis Kleve gemeldet, so waren es 2020 lediglich sechs, dies entspricht einem Rückgang von 80,0 Prozent.

Wegen der geltenden Hygiene- und Abstandsregeln in der Corona-Pandemie sind auch andere Infektionskrankheiten im Kreis Kleve deutlich zurückgegangen. „Dieser positive Trend zeigt sich auch für die nach den Infektionsschutzgesetz gemeldeten Keuchhustenfälle“, so Michael Lobscheid von der Krankenkasse IKK classic, die hierfür die Daten des Robert Koch Instituts ausgewertet hat. „Wurden 2019 noch 30 Fälle im Kreis gemeldet, so waren es 2020 lediglich sechs, dies entspricht einem Rückgang von 80,0 Prozent. Im Jahr 2021 sind bisher sogar erst ein Fall gemeldet worden.“

Keuchhusten wird durch Bakterien ausgelöst, die von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektionen übertragen wird

Keuchhusten wird durch Bakterien ausgelöst, die von Mensch zu Mensch durch Tröpfcheninfektionen übertragen wird. Beim Husten, Niesen oder Sprechen können sich die Bakterien über winzige Tröpfchen aus dem Nasen-Rachen-Raum bis zu einem Meter in der Luft weiterverbreiten und eingeatmet werden. Beinahe jeder Kontakt zwischen einem Erkrankten und einem ungeschützten Gesunden führt zu einer Ansteckung. „Man kann also davon ausgehen, dass die fehlenden Kontakte und die AHA-Regeln rund um die Pandemie zum starken Rückgang bei den Keuchhustenfällen geführt hat“, so Michael Lobscheid.

Gefährlich ist Keuchhusten vor allem für Babys und Kleinkinder in den ersten Lebensmonaten. Sie können den zähen Schleim noch nicht abhusten, weshalb es zum Atemstillstand kommen kann. Nach Angaben des Robert Koch-Instituts betreffen nahezu alle Todesfälle nicht geimpfte Säuglinge unter sechs Monaten.

„Darum raten wir, dass Eltern unbedingt, die empfohlenen Impfungen wahrnehmen sollten“, betont Michael Lobscheid. Die Ständige Impfkommission empfiehlt die Keuchhusten-Impfung im dritten Lebensmonat. Aufgefrischt werden sollte sie im Alter von fünf bis sechs Jahren. Auch Erwachsene sollten die Impfung regelmäßig auffrischen, da diese nicht ein Leben lang hält.

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