Jugendhilfeausschuss

Kleve diskutiert über eine Spielplatzöffnung für Jugendliche

Blick auf den Spielplatz im Moritzpark.

Blick auf den Spielplatz im Moritzpark.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kleve.  Die Altersgrenze von maximal 14 Jahren könnte fallen, wenn es die Politik so möchte. Der Jugendhilfeausschuss berät am 28. August darüber.

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Dürfen auch Jugendliche in Kleve künftig die öffentlichen Spielflächen benutzen? Der Jugendhilfeausschuss der Stadt Kleve wird sich mit dieser Frage beschäftigen. In der kommenden Sitzung am Mittwoch, 28. August, wird darüber beraten, die bisherige pauschale Altersgrenze von maximal 14 Jahren für die städtischen Spiel- und Bolzplätze aufzuheben. Auch der nicht-öffentlich tagende Unterausschuss Spielplätze hatte sich im Juli mit dem Thema befasst.

Entscheiden wird schließlich der Rat der Stadt Kleve, ob die hierfür erforderliche Änderung der ordnungsbehördlichen Verordnung kommt. Soweit der Rat dies in seiner nächsten Sitzung am 9. Oktober beschließt, könnten die städtischen Spiel- und Bolzplätzen künftig auch von Jugendlichen und junger Erwachsenen genutzt werden.

Stadt: „Spielplätze sind Orte der Begegnung“

Die öffentlichen Spielflächen sollen die Belange der Jugendförderung, des Sports, der Freizeit und Erholung sowie die sozialen Belange in der Bevölkerung berücksichtigen, stellt die Stadt Kleve fest. „Insbesondere müssen Räume geschaffen werden, die der Jugend Gelegenheiten zum Spielen und zur freien Entfaltung ihrer Persönlichkeit bieten. Besonders im Hinblick auf die immer weiterwachsende Medialisierung und Nutzung sozialer Netzwerke schaffen auch öffentliche Spielflächen den nötigen Ausgleich in der Natur, in sportlicher Betätigung und im Miteinander – denn Spielplätze sind Orte der Begegnung und des persönlichen Austauschs.“

Nach Meinung der Stadt Kleve sollen auch Jugendlichen und jungen Erwachsenen geeignete öffentliche Räume zur Verfügung gestellt werden, wie auch das Konzept „Junge Mitte“ seinerzeit gezeigt habe. „Da eine starre Altersgrenze von 14 Jahren nicht mehr zeit- und sachgemäß erscheint, würde eine Lockerung der Altersbegrenzung die Möglichkeit bieten, den Interessen von Jugendlichen und jungen Erwachsenen besser gerecht zu werden“, argumentiert die Verwaltung.

Nutzung von Spielgeräten Kindern bis zu 14 Jahren vorbehalten

Auch die Nutzungsmöglichkeiten auf öffentlichen Spielplätzen hätten sich teilweise zum Beispiel durch Fitnessgeräte an einigen Standorten verändert und würden sich in Zukunft weiterentwickeln. Wenngleich die Nutzung von Spielgeräten weiterhin Kindern bis zu 14 Jahren vorbehalten werden soll, sollen auch Jugendliche und junge Erwachsene die für sie ausgelegten Geräte nutzen können.

„Da, wo es besondere Regelungen zum Beispiel mit Rücksicht auf Anwohnende bedarf, sollen Einschränkungen möglich sein. Anstatt der Ausgrenzung von älteren Kindern sind in solchen Fällen wohl oftmals die Festlegung von Nutzungszeiten der Kompromiss um Wohnen und nahe gelegenes Spielen in Einklang zu bringen“, so die Stadt Kleve.

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