Rettungsdienst

Klever SPD will besseren Rettungsdienst in der Grenzregion

Josef Gietemann fordert: Der Einsatz von Rettungsdiensten in der deutsch-niederländischen Grenzregion muss deutlich besser geregelt werden

Josef Gietemann fordert: Der Einsatz von Rettungsdiensten in der deutsch-niederländischen Grenzregion muss deutlich besser geregelt werden

Foto: NRZ

Kleve.   Der Parteivorsitzende Josef Gietemann fordert ein regionales Abkommen für grenzüberschreitende Hilfseinsätze.

Der Einsatz von Rettungsdiensten in der deutsch-niederländischen Grenzregion muss deutlich besser geregelt werden. Das fordert der Klever SPD-Ortsvereinsvorsitzende Josef Gietemann. Grundsätzlich dürfen Rettungsdienste aus den Niederlanden nicht in Deutschland aktiv werden: „Dies müssen wir dringend ändern, um eine bessere und unkompliziertere Versorgung hinzubekommen“, sagt Gietemann im Gespräch mit der NRZ.

Gespräche auf Landesebene

Die Besetzung eines Rettungswagens in den Niederlanden sieht nicht zwingend einen Notarzt vor. Niederländische Sanitäter sind so ausgebildet, dass sie bestimmte medizinische Handlungen wie das Verabreichen von Spritzen oder Medikamenten eigenverantwortlich durchführen können. In Deutschland hingegen ist ihnen das nicht erlaubt, sie sind hier auch nicht versichert.

Schnelle Hilfe im Notfall

Umgekehrt darf der Rettungsdienst des Kreises Kleve sehr wohl in die Niederlande fahren, um hier schnelle Hilfe im Notfall zu leisten. „Das gilt zum Beispiel für die kleinen Grenzorte Spyck bei Lobith oder Siebengewald und Bergen“, sagt Gietemann. „Der deutsche Rettungsdienst übernimmt in diesen Fällen die Erstversorgung, der Patient wird dann aber aus abrechnungstechnischen Gründen in ein niederländisches Krankenhaus gefahren.“

Gespräche auf Landesebene

Seit Ende letzten Jahres gebe es auf Landesebene Gespräche, um den grenzüberschreitenden Rettungsdienst besser zu regeln. So soll es noch in dieser Legislatur ein Rahmenabkommen geben, welches den Einsatz niederländischer Rettungsdienste in Deutschland ermöglicht: „Allerdings ist hierfür eine Gesetzesänderung in NRW notwendig“, sagt Gietemann.

Regionales Abkommen schmieden

Der SPD-Mann ist skeptisch, dass es zwischen den Gesundheitsministerien zu einer schnellen Einigung kommt. Er wünscht sich daher eine regionale Lösung: So habe man in der Euregio Maas-Rhein (Aachen/Maastricht/Lüttich) ein Abkommen auf den Weg gebracht, welches den Rettungsdienst in den Nachbarländern Deutschland, Niederlande und Belgien regelt. Auch alle entstehenden Kosten wurden in diesem Abkommen ausgehandelt: „Diese Situation ist ideal und könnte auch für den Kreis Kleve und die angrenzenden niederländischen Sicherheitsregionen angestrebt werden.“

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