Sportstätten

Lebhafte Diskussion über Turnhallenstandort in Kleve

Dort, wo sich heute Umkleidekabinen befinden, wird eine neue Turnhalle errichtet.

Dort, wo sich heute Umkleidekabinen befinden, wird eine neue Turnhalle errichtet.

Foto: Andreas Gebbink

Kleve.   Der Klever Stadtrat stimmte mehrheitlich für die Errichtung einer Sporthalle an der Stadionstraße. CDU-Chef: „Das war keine Basta-Entscheidung!“

Auf dem angrenzenden Gelände des Gustav-Hoffmann-Stadions in Kleve wird eine neue Turnhalle errichtet. Dies hat der Rat der Stadt Kleve in einer geheimen Abstimmung beschlossen. Die Turnhalle wird dort entstehen, wo sich jetzt die Umkleidekabinen befinden. Eine entsprechende Änderung des Bebauungsplanes wurde in der jüngsten Ratssitzung heftig diskutiert. Ein Anwohner der Stadionstraße teilte im Gespräch mit der NRZ bereits mit, dass er Rechtsmittel gegen diesen Bebauungsplan einlegen werde. Aus seiner Sicht stehen für eine Turnhalle sowie für die anderen Sportstätten nicht ausreichend Parkplätze zur Verfügung.

Die Parteien stritten sich im Rat über den Standort der Turnhalle. In einem Gespräch mit den Vereinen VfL Merkur und 1. FC Kleve habe man einen Standort in der Nähe der Stadiontribüne besprochen. Nach Auffassung von SPD und FDP hätten sich CDU und Grüne nicht an diese Zusagen gehalten. Michael Kumbrink (SPD) warf dem CDU-Fraktionsvorsitzenden Wolfgang Gebing vor, in dieser Frage ausgeschert zu sein. Daniel Rütter (FDP) ging noch einen Schritt weiter: „Herr Gebing, Sie stehen nicht zu dem, was Sie gesagt haben.“

Geheime Abstimmung

Der gescholtene CDU-Chef betonte, dass man keine Absprachen in kleinen Gremien treffe, sondern im Stadtrat: „Wir bauen auch keine Turnhalle für zwei Vereine, sondern dies wird ein Leichtathletikzentrum für alle. Wir haben die Aufgabe, städtische Einrichtungen zu schaffen.“ Gebing verwahrte sich zudem dagegen, eine „Basta-Entscheidung“ getroffen zu haben. Damit bezog er sich auf die Überschrift der NRZ vom 11. Mai: „Basta! Turnhalle am Stadion!“: „Wir haben keine Basta-Entscheidung getroffen, sondern schlussendlich uns für diesen Standort entschieden.“

Gebing betonte, dass Kleve in Sachen Sportstättenentwicklung eine Menge aufzuholen habe: „Wir sind weit von optimalen Sportanlagen entfernt.“ Der neue Standort sei optimal für Schulen, da die Umkleidekabinen der Sporthalle auch für das Leichtathletikstation genutzt werden könnten.

Klever Stadtrat stimmte geheim ab

Michael Kumbrink sagte verärgert, dass die Bezeichnung „Basta-Entscheidung“ eindeutig richtig sei. Die CDU habe sich nicht um die Meinung der Vereine geschert: „Sie haben sich gesagt: Wir sind die besten Sportstättenplaner, die es in Kleve gibt.“

Die SPD beantragte eine namentliche Abstimmung. Daraufhin beantragte die CDU eine geheime Abstimmung. Das Ergebnis: 25 Ratsvertreter stimmten für den Standort, 18 dagegen.

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