Night Mover

Taxi-Zuschuss im Kreis Kleve: Mehr Geld für den Night-Mover

Auf dem Lande brauchen junge Leute sichere Fahrtmöglichkeiten nach Hause – Für den Night-Mover wünschen Juso-Vorsitzende Lea Bongers und Marek Tietjen mehr Geld im Kreis-Etat.

Auf dem Lande brauchen junge Leute sichere Fahrtmöglichkeiten nach Hause – Für den Night-Mover wünschen Juso-Vorsitzende Lea Bongers und Marek Tietjen mehr Geld im Kreis-Etat.

Foto: Astrid Hoyer-Holderberg

Kreis Kleve.  Für den Taxi-Zuschuss „Night-Mover“ wollen die Parteijugend JU, Juli und Grüne Jugend einen Euro mehr. Jusos aber sagen: „Das reicht nicht“.

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Jugendliche aus dem Kreis Kleve können nach dem Feiern an Wochenenden und vor Feiertagen mit dem Taxi nachts sicher bis zur Haustür gebracht werden. Der Kreis Kleve gibt dazu einen finanziellen Zuschuss. Night-Mover heißt das Angebot, das in anderen Städten – jüngst dem Kreis Viersen – Nachahmer fand. Nun sind aber die Taxikosten im Kreis gestiegen „uns zwar schon zweimal seit der letzten Night-Mover-Zuschusserhöhung“ sagt Marek Tietjen von der Jugendorganisation der SPD, den Jusos.

Alle Jugend-Abteilungen der Partien unterstützen den Night-Mover und kämpfen in jedem Etat dafür. Allerdings hatten sich nun die Jung-Politiker von CDU, FDP und Bündnis 90/Die Grünen auf einen Euro mehr geeinigt.

Der Night-Mover übersprang schon die letzte Taxi-Preiserhöhung

„Das reicht nicht“, sagen die Jusos. „Er muss von fünf auf sieben Euro steigen“, weil der Night-Mover die letzte Taxi-Preiserhöhung übersprang. „Mit 1,16 Millionen Euro will der Kreis den ÖPNV optimieren“, dabei kämen aber gerade die Jugendlichen und gerade solche aus einkommensschwachen Familien mit ihrem Bedürfnissen schlecht weg, sagt Tietjen. Nachts fährt halt kein Bus. Und ein Argument von einem erwachsenen Klever Politiker – Tietjen: „ich sage mal lieber nicht, von wem“ –, dass die jungen Leute dann eben ein Glas Bier weniger trinken sollten, findet auch Kreis Klever Juso-Vorsitzende Lea Bongers von den Jusos völlig daneben: Nicht alle haben überhaupt einen motorisierten Untersatz. „Viele müssen jeden Euro zweimal umdrehen“. Hier gibt es mehr Artikel und Bilder aus Kleve und Umland

Laut Marek Tietjen geht es alles in allem um eine Etatposten über 80.000 Euro. „Das sind 0,02 Prozent des Haushalts. Das ist doch ein kleiner Betrag. Wir wollen ja keinen neuen Gesellschaftsentwurf“, will er auf dem Teppich bleiben,

45.000 Tickets werden pro Jahr genutzt

Das freiwillige Night-Mover-Angebot des Kreises können junge Leute zwischen 16 und 26 Jahren nutzen. Rund 90.000 Tickets pro Jahr ordern Jugendliche im Kreis Kleve per Internet vor ihren Partys, 45.000 Taxi-Zuschuss-Tickets davon nutzen sie dann tatsächlich in der Nacht. Es finden also auch viele private Mitfahrgelegenheiten.

Auch für die anderen Jugendorganisationen JU, Julis und Grüne Jugend war die Einigung auf einen gemeinsamen Antrag zu Erhöhung auf sechs Euro nicht leicht. Eine Staffelung vielleicht im nächsten Jahr wurde optional besprochen. Die Mutterparteien beraten darüber in den Haushaltsberatungen im Kreistag.

Demnächst können Nutzer ihre Tickets über die App „Night-Mover 2.0“ übers Smartphone ordern und abrechnen lassen. Die App soll dann im Apple-Store und im Google-Play-Store gratis heruntergeladen werden können.

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