Schlangenfund

Nach Boa-Fund in Kleve: Es fehlt noch eine Schlange!

Diese Schlange wurde in einem Garten an der Spyckstraße gefunden.

Diese Schlange wurde in einem Garten an der Spyckstraße gefunden.

Kleve.   Nach dem Fund an der Spyckstraße wird noch eine zweite Schlange gesucht. Die erste Schlange ist in einer Kleintierklinik gestorben.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Eine Schlange hatte Rene Creemer auch noch nicht am Haken. Für den Feuerwehrmann aus Kleve war der Einsatz am Donnerstagmittag in der Spyckstraße alles andere als Alltag: „Würgeschlange im Garten“ lautete das Alarmstichwort, zu dem Rene Creemer und Wolfgang Drop ausrücken mussten. Versteckt fanden sie eine leblose, gut 1,20 Meter große Boa constrictor, die aufgrund der Kälte bewegungslos dalag. Anwohner eines Hauses hatten das Tier gefunden und die Polizei alarmiert. Am Freitagvormittag meldete dann der Besitzer des Tieres: Es fehlt noch eine zweite Würgeschlange. Bislang wurde sie noch nicht gefunden.

Nach Angaben der Feuerwehr hat der Tierhalter, der unmittelbar in der Nachbarschaft wohnt, die Schlangen vergraben, weil er dachte, dass diese gestorben seien. Es handelt sich um zwei Würgeschlangen – 120 Zentimeter und 80 Zentimeter groß.

Doch die Tiere waren nicht tot, sie konnten offenbar ihre Ablegestelle verlassen. Das Klever Ordnungsamt teilte der NRZ mit, dass man an der angezeigten Stelle nichts mehr finden konnte. Die -Mitarbeiter haben den Garten insgesamt abgesucht, aber keine weitere Schlange gesichtet. Sie gehen davon aus, dass das Tier bei den aktuell kalten Temperaturen kaum noch eine Überlebenschance haben wird. Das sieht auch Niklas Schumacher, Mitarbeiter des Terra Zoos in Rheinberg so: „Man sollte eine Boa nicht unter 15 Grad halten. Diese Tiere kommen aus Südamerika und kennen doch solche Temperaturen nicht. Die zweite Boa hat jetzt sehr schlechte Karten.“

Die größere Boa ist gestorben

Für das bereits gefundene Tier kam die Hilfe zu spät. Nachdem Rene Creemers die Boa am Haken hatte und in eine Sicherheitsbox verstaut hatte, brachte er die Schlange in eine Klever Kleintierpraxis. Dort wurde die Boa von einem Tierarzt untersucht. Am Freitagvormittag teilte die Feuerwehr dann mit, dass die Schlange in der Kleintierpraxis gestorben ist.

Der Ordnungsamt der Stadt Kleve informierte am Freitag das Veterinäramt des Kreises, welches sich jetzt mit dem Halter in Verbindung setzt. Es besteht der Verdacht der nicht-artgerechten Haltung. Nach Angaben des Terra Zoos Rheinberg müssen Halter eine Boa nicht dem Veterinäramt melden.

Zurzeit wird nicht weiter aktiv nach der zweiten Schlange gesucht. Bei einer Boa handelt es sich um eine Würgeschlange, die nicht giftig ist. Wer das Tier sehen sollte, der meldet dies bitte an die Polizeiwache in Kleve unter Telefon 02821/50 40 oder zu den Bürozeiten an die Ordnungsbehörde der Stadt Kleve unter 02821/ 8 40.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Leserkommentare (0) Kommentar schreiben