Rettungsdienst

Neubau der Kalkarer Rettungswache liegt voll im Zeitplan

Neubau der Rettungswache Kalkar. Im Bild: Daniel Willemsen (KKB), Landrat Wolfgang Spreen, Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz, Bauleiter Gerhard Koenen (KKB) v.li.

Neubau der Rettungswache Kalkar. Im Bild: Daniel Willemsen (KKB), Landrat Wolfgang Spreen, Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz, Bauleiter Gerhard Koenen (KKB) v.li.

Foto: Claudia Gronewald / NRZ Kleve

Kalkar.  Der Neubau der Kalkarer Rettungswache kommt gut voran. Derzeit liegt man vier Wochen vor dem Zeitplan. Eröffnung ist für Oktober 2020 geplant.

„Wir sind mit den Arbeiten vier Wochen vor der Zeit“, verkündete ein gut aufgelegter Gerhard Koenen von der Kreis Kleve Bauverwaltungsgesellschaft mbH (KKB) am Freitag auf der Baustelle für den Neubau der Kalkarer Rettungswache im Gewerbegebiet Nord am Oyweg 26. Und tatsächlich war der Ortstermin für den ersten Spatenstich in diesem Fall ein rein symbolischer Akt. Schließlich konnte man bereits vor drei Wochen die Bodenplatte für das Gebäude einziehen. Das Erdgeschoss der zukünftigen Wache nimmt inzwischen bereits Gestalt an.

2000 Quadratmeter großes Grundstück erworben

Landrat Wolfgang Spreen dankte der Stadt Kalkar für ihre Unterstützung bei der Suche des Kreises als Bauherr nach einem geeigneten Grundstück, das man in Kalkar erwerben konnte. Das auf dem mehr als 2000 Quadratmeter großen Areal entstehende Gebäude bietet künftig Platz für drei hier stationierte Einsatzfahrzeuge sowie verschiedene Räume für die Mitarbeiter. Auch der Rettungswagen (RTW), der derzeit noch auf dem Gelände der Bundeswehr stationiert ist, wird dann in der Rettungswache Kalkar stehen.

Nachfrage nach Notfallsanitätern ist groß

Zu diesem einen Fahrzeug gehören zwei Mitarbeiter/Mitarbeiterinnen des Rettungsdienstes. Darüber hinaus werden dort zeitweise Auszubildende für den Beruf des Notfallsanitäters tätig sein. Wie die genaue Besetzung der Wache sein werde, sei derzeit noch offen, sagte Wolfgang Spreen auch mit Blick auf die Schwierigkeit nicht nur des Kreises Kleve qualifizierte Mitarbeiter zu finden. „Die Nachfrage ist sehr groß und es dauert drei Jahre, bis die Leute ihre Ausbildung abschließen können.“ Längst bildet der Kreis die angehenden Spezialisten auch selbst aus.

Viele Einsätze sind in Zukunft schneller zu leisten

„Mit der neuen Rettungswache sorgen wir in Zukunft für mehr Sicherheit nicht nur für die Kalkarer Bevölkerung“, sagte Spreen. Aufgrund der steigenden Fallzahlen von derzeit rund 40.000 Einsätzen sei es wichtig, die Bürger schnell zu erreichen, betonte der Landrat. „Mit den bisherigen Wachen war das nicht mehr möglich.“ Deshalb habe man Kalkar in den sogenannten Rettungsbedarfsplan aufgenommen. Von hier aus seien viele Einsätze in Zukunft viel schneller zu leisten, so Spreen. die Kosten für den Neubau werden mit zwei Millionen Euro veranschlagt. Die Fertigstellung und Übergabe des Gebäudes ist für den 30. Oktober 2020 vorgesehen. Ein Termin, den einzuhalten Bauleiter Koenen durchaus optimistisch ist.

Als „absoluten Gewinn nicht nur für Kalkar“ bezeichnete Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz die neue Rettungswache. Es sei eine positive Entwicklung, die die Rettungswege verkürzen helfe, sagte sie. Entscheidend für die Wahl des Standortes war die in Aussicht gestellte Erlaubnis von Straßen.NRW eine Alarmausfahrt zur B 57/Xantener Straße zu errichten, die allerdings auch ausschließlich für Notfälle und durch die Rettungsfahrzeuge benutzt werden darf.

Leserkommentare (0) Kommentar schreiben