Mobilität

Neue Schnelllade-Säulen an E-Tankstellen in Kleve

Ladestation der Stadtwerke Kleve für Elektro- Autos an der Wiesenstraße in Kleve.

Ladestation der Stadtwerke Kleve für Elektro- Autos an der Wiesenstraße in Kleve.

Foto: KDS

Kleve.  Zwei Schnelllade-Säulen erweitern das Angebot. Ab dem 1. September gibt es in Kleve kein freies Tanken mehr für E-Autos.

Die Stadtwerke Kleve bauen die Infrastruktur für Elektro-Fahrzeuge aus. Zu den Ladesäulen am Stadtwerke-Gebäude, am Sternbuschbad, an der Wiesenstraße, an der Stechbahn (in der Tiefgarage) und an der Brabanterstraße (Umweltbetriebe) wird bald an der Dorfstraße in Materborn eine Ladesäule für E-Fahrzeuge aufgestellt werden, eine weitere n der Stadthalle, sobald es die Bauarbeiten am Stadthallenumfeld zulassen.

Ladesäulen sollten an den „Hotspots“ stehen

„Seit sieben Jahren bauen wir aus“, sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Rolf Hoffmann. Ladesäulen sollten an den „Hotspots“ stehen, „wo auch der Verkehr läuft oder eben große Parkplätze sind“. An den einfachen 22-Kilowattstunden-Ladesäulen dauert das „Tanken“ des E-Mobils zwölf Stunden, bis die Batterie voll ist, rund 80 Prozent ihrer Kapazität erreicht hat. Das soll nun durch zwei Schnell-Ladestationen ergänzt werden, die in zwei Wochen zum 1. September in Betrieb gehen. Bis dahin muss Andreas Klippel, Bauleiter Betriebstechnik noch einiges installieren.

An der Flutstraße nur Öko-Strom

Eine Schnell-Ladesäule mit drei Anschlüssen steht neben dem Gebäude der Stadtwerke an der Flutstraße und zeigt per Aufkleber, dass es dort nur Öko-Strom gibt. Die zweite ersetzt die bisherige „kaum genutzte“ Station für E-Bikes am Rathaus / Koekkoekplatz. Beide schaffen es mit 50 kWh, die große Batterie eines E-Autos in 30 bis 50 Minuten zu 80 Prozent zu füllen, erklärt Hoffmann. „Deshalb sollten unsere Kunden diese Säulen nach einer Stunde räumen.“

Das ist eine Innovation für die Region

„Das ist eine Innovation für die Region“, sagt Hoffmann. Die nächste Schnellladestation gebe es an der Autobahn-Raststätte Kalbeck.

Die Stadtwerke rechnen derzeit mit 3000 kWh pro Jahr, die für das Tanken der E-Fahrzeuge in der Region anfallen. Das ist die durchschnittliche Menge, die ein Familien-Haushalt im Jahr verbraucht.

„Die E-Mobilität wird nicht billig“, sagt Hoffmann mit Blick auf die in Zukunft wachsende Zahl an E-Autos und Hybrid-Fahrzeugen.

Karte mit Kundenrabatt, aber auch Niederländer können hier tanken

Ab dem 1. September gibt es in Kleve kein freies Tanken mehr für E-Autos. Dann muss für den Auto-Strom aus der Steckdose bezahlt werden. Dazu haben die Stadtwerke ein Angebot an ihre Kunden geschickt, mit der Clever E-Mobility-Card gegen Rechnung oder Kreditkarte bezahlen zu können – ein Rabatt für Stadtwerke-Kunden ist angedacht. Mit der Clever Mobilty-Card ist der Verbraucher Teil des Systems „Ladenetz.de“, an das 14.000 Ladestationen angeschlossen sind. Niederländer können mit i-motion-card in Kleve bezahlen. Wer keine der beiden Karten besitzt, zahlt per „berührungsloser“ Kreditkarte; es wird keine Karten-Schlitze geben.

Über Vergütung für Private noch einmal nachdenken

Aber auch Privatleute können sich natürlich einen Ladepunkt einrichten. „Dazu gibt es einen Zuschuss zwischen 200 und 250 Euro von den Stadtwerken, je nachdem, ob man Kunde ist oder nicht“, sagt Hoffmann. Diese „Wallbox“ wird vom Elektro-Handwerker eingebaut. Auch hier gibt es Überlegungen, ob man den Strom für diese Box nicht billiger macht, als die üblichen 26 Cent, die eine Kilowattstunde bei den Stadtwerken Kleve kostet. Bei diesen Preisen lägen die Verbrauchskosten eines E-Mobils für 100 Kilometer je nach Fahrweise und bei ehrlicher Berechnung des Verbrauchs knapp unter denen für einen Diesel, rechnet Hoffmann.

Eine Million Euro in den Netzausbau investieren

Vier Anschlüsse entstehen zunächst in der Tiefgarage Stechbahn und bald auch in Materborn sowie am Sternbuschbad. Für die Einspeisung kleiner oder privater Stromerzeuger werden die Netze in Keeken, Düffelward, Brienen und Griethausen ausgebaut .Die Kosten für den Netzausbau bis 2020 in Höhe von einer Million Euro hat der Aufsichtsrat der Stadtwerke genehmigt.

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