Bildung

Sanierung des Kalkarer Schulzentrums wird doppelt so teuer

Die Sanierung des Kalkarer Schulzentrums kostet eine Menge Geld.

Foto: Thorsten Lindekamp

Die Sanierung des Kalkarer Schulzentrums kostet eine Menge Geld. Foto: Thorsten Lindekamp

Kalkar.   Die Kostenschätzung liegt vor. Aus ursprünglich 1,4 Millionen Euro werden 2,7 Millionen Euro. Zum Glück gibt es eine üppige Förderung

Dass sich die Kosten für die Sanierung des Schulzentrums in Kalkar erhöhen werden, war der örtlichen Politik spätestens seit der NRZ-Berichterstattung im August klar. Stadtoberbaurat Frank Sundermann bestätigte damals der NRZ, dass einige wichtige Arbeiten wegen neuer Brandschutzvorgaben vorgenommen werden müssen. Lange wurde über die tatsächlichen Auswirkungen gerätselt. Jetzt ist klar: Es wird doppelt so teuer. Die zusätzlichen Sanierungsmaßnahmen werden 1,27 Millionen Euro verschlingen und damit die Gesamtkosten von ursprünglich 1,44 auf 2,74 Millionen Euro in die Höhe schrauben.

Eine genaue Kostenaufstellung liegt der Politik jetzt in einer neuen Drucksache vor, die am 17. Oktober um 18 Uhr im Ratssaal besprochen wird.

War Frank Sundermann im August noch davon ausgegangen, dass die hölzernen Wandverkleidungen im Flur aus Brandschutzgründen entfernt werden müssen, ist jetzt nach einem Gespräch mit dem Kreis und der Unfallkasse NRW klar: Die Holzverkleidung kann bleiben. Zusätzlich muss allerdings eine Alarmierungsanlage eingebaut werden. Auch 20 Brandschutztüren sowie die Elektroinstallationen müssen ausgetauscht werden, da das Leitungsnetz nicht mehr den Anforderungen genügt. Die Sicherheitsbeleuchtungsanlage muss angepasst und ergänzt werden. Auch die Raumbeleuchtung erfüllt nicht die Vorgaben für Arbeitsstätten.

Um die jetzt zur Diskussion stehenden 2,744 Millionen Euro etwas zu mindern, schlägt die Verwaltung Sparmaßnahmen in Höhe von knapp 445 000 Euro vor. Dabei geht es vor allem um elektrotechnische Optimierungen im musischen und naturwissenschaftlichen Trakt des Schulzentrums. Auch die Flure und Treppenhäuser des Verwaltungsbereichs im Gymnasium sollen nicht erneuert werden.

Hohe Zuschüsse

Eine Verdopplung der Kosten bedeutet für das finanziell arg gebeutelte Kalkar einen enormen Kraftakt. Zum Glück kann die Stadt mit einer üppigen Förderung von Bund und Land rechnen, sodass sich am Ende der Eigenanteil auf 308 644 Euro belaufen wird. So stehen Kalkar 1,16 Millionen Euro aus dem Programm „Gute Schule“ zur Verfügung und weitere 700 000 Euro konnte man aus dem Kommunalinvestitionsförderungsgesetz erhalten. Eine Umstellung der Beleuchtung auf LED würde mit 130 000 Euro bezuschusst.

Sollte die Politik die Sparvorschläge der Verwaltung ablehnen und alle Sanierungsmöglichkeiten ausschöpfen, würde sich der Eigenanteil für Kalkar auf 750 000 Euro erhöhen.

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