Brauchtum

Ungewöhnliche Spendenaktion für Kirchenfenster in Kalkar

Etwas skurril: Umzug mit Einkaufswagen, Maske und Federhut. Um die Abstände einzuhalten, marschierten die Schützen mit einem Einkaufswagen durch die Stadt Kalkar. Van Doornick

Etwas skurril: Umzug mit Einkaufswagen, Maske und Federhut. Um die Abstände einzuhalten, marschierten die Schützen mit einem Einkaufswagen durch die Stadt Kalkar. Van Doornick

Kalkar.  Der Förderverein von St. Nicolai in Kalkar startete zum Kirchweihfest wieder einen Spendenaufruf für die fehlenden Kirchenfenster.

Eine spezielle Kirmes haben die Kalkarer gefeiert mit den Bruderschaften und Gilden und dem Bürgerschützenverein Kalkar. Ein spontaner Umzug mit Einkaufswagen „auf Abstand“ führte die Schützen auf den Marktplatz, wo König Hübbi mit seiner Frau Ulla und Throngefolge gebührend geehrt wurden inklusive Parade und Ansprache der Bürgermeisterin Dr. Britta Schulz.

Für die beiden letzten Fenster wurde eine Spendenaktion unter Kalkarern gestartet

Da es sich ja um die Messe zur Weihe der Kirche St. Nicolai handelte, nutzte Pastor van Doornick die Gelegenheit, mit dem Förderverein für die beiden letzten Fenster eine Spendenaktion unter Kalkarern und Freunden der Kunst in St. Nicolai zu starten. Jeder Gottesdienstteilnehmer erhielt zwei Hefte mit ausführlichen Stimmen und Beschreibungen der Kunst von Karl Martin Hartmann. „Ein Heft ist für Sie persönlich. Mit dem anderen Heft sind Sie Botschafter für St. Nicolai, indem Sie es jemandem weitergeben, der die Fensteraktion unterstützen sollte“, so van Doornick.

Der Pastor dankte dem Kirchenvorstand, der im vergangenen Herbst aufgrund der Unterstützung des Landes NRW und des Fördervereins die Entscheidung zur Umsetzung der beiden letzten der 22 großen Fenster bereits für den Sommer 2020 beschlossen hatte, obwohl noch mehr als ein ganzes Fenster offen steht: Am 18. September soll die Fertigstellung mit dem Künstler und den Handwerkern gefeiert werden und am 3. Oktober während der Glaubenstage die Einsegnung durch Bischof Felix vorgenommen werden.

30.000 Euro für die Schule von Pastor John in Uganda

Gleichwohl berichtete der Pastor davon, dass inzwischen bereits 30.000 Euro für die Schule von Pastor John in Uganda aus Kalkar geflossen sind und auch die Kirmeskollekte und die Kollekte am 3. Oktober beim Bischofsbesuch in diese Richtung gehen. Nun hat der Pastor, weil er in Corona-Zeiten einiges an Spritgeld gespart hat, zwei Preise ausgesetzt: Einen 50-Euro-Kalkar-Aktiv-Gutschein bekommt, wer bis zum Tag der Rochustracht am 16. August die höchste Spende getätigt hat. Ein weiterer wird aus allen Spendern dieser drei Wochen ausgelost. Die Gewinner werden ohne öffentliche Bekanntgabe persönlich benachrichtigt.

Der Förderverein will weitere Zukunftsaufgaben angehen: die digitale Darstellung und Vermittlung der Inhalte von St. Nicolai, der Abbau des großen Darlehens der Pfarrei und die verbesserte Gestaltung des Empfangsraums im Turm.

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