Unfall

18 Kinder nach Schulbus-Unfall in Lennestadt verletzt

Der beschädigte Bus wird abgeschleppt. Der Sachschaden liegt laut Polizei im fünfstelligen Bereich.

Der beschädigte Bus wird abgeschleppt. Der Sachschaden liegt laut Polizei im fünfstelligen Bereich.

Foto: Volker Eberts

Grevenbrück.   Nach Blitzeis kracht ein Schulbus in eine Mauer. Über 45 Einsatzkräfte vor Ort. Bürgermeister lobt Rettungskräfte für professionelle Arbeit.

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Glück im Unglück hatten am Dienstagmorgen gegen 7.20 Uhr rund zwei Dutzend Schulkinder in Grevenbrück. Auf der abschüssigen Lehmbergstraße kam ihr Schulbus auf Blitzeis ins Rutschen und krachte frontal gegen eine Bruchsteinmauer links der Fahrbahn, die als Einfriedung eines Grundstücks dient. Durch den Aufprall wurden 18 Kinder leicht verletzt. Rettungskräfte brachten sie in umliegende Krankenhäuser.

Zunächst war die Lage unklar. Nach dem Unfall hatten einige Kinder den Bus verlassen und waren zurück in die etwa hundert Meter entfernte Lessing-Realschule gelaufen. Andere hatten ihre Eltern angerufen und sich abholen lassen, wieder andere hatten sich von der Unfallstelle entfernt, hielten sich aber noch im Ort auf. Der Rettungsdienst baute in einem Zelt in der Kölner Straße einen Sammelplatz auf, um sich einen Überblick über die Lage zu verschaffen. Parallel dazu informierten Polizei und Feuerwehr die betroffenen Schulen, damit sie die Eltern informieren konnten.

Der sogenannte „Umlaufbus“ hatte aus Bilstein kommend die Lessing-Realschule angefahren und wollte weiter zur Sekundarschule und zur Realschule in Meggen fahren. An Bord waren auch Schüler des Gymnasiums Maria Königin in Altenhundem.

Der Busfahrer blieb nach ersten Erkenntnissen unverletzt, stand unter Schock und konnte nicht vernommen werden.

Wäre der Bus auf der abschüssigen und spiegelglatten Straße nicht gegen die Mauer geprallt, sondern weiter auf die Kölner Straße gerutscht, wäre der Unfall möglicherweise noch viel schlimmer ausgegangen.

„Es ist ein Schock für uns alle in der frühen Morgenstunde,“ beschrieb Lennestadts Bürgermeister Stefan Hundt vor Ort die Geschehnisse um das Busunglück in Grevenbrück. Hundt besuchte auch die Schüler in der Lessing-Realschule. „Ich hatte den Eindruck, dass die meisten sehr gefasst waren, einige wurden besonders betreut.“ Der Bürgermeister lobte das Vorgehen der Einsatzkräfte: „Alle haben strategisch gearbeitet. Das ging alles Hand und Hand war sehr professionell.“

Bleibt die Frage, warum der Schulweg am Dienstagmorgen nicht vom Winterdienst gestreut war? Hundt: „Ich war um 6 Uhr selber draußen, da hatten wir Regen bei 3 Grad plus, aber nirgendwo Eis.“ Erst später habe sich an einigen wenigen Stellen durch einen Temperaturabfall Blitzeis gebildet. „Das war eine außergewöhnliche, straßenklimatische Situation“, so der Bürgermeister.

Im Einsatz waren insgesamt mehr als 45 Einsatzkräfte der Feuerwehr Lennestadt, des Deutschen Roten Kreuzes, des Malteser Hilfsdienstes und der Polizei. Der Rettungsdienst war mit dem Leitenden Notarzt und mehreren Rettungswagen vor Ort.

Schulbus kracht bei Blitzeis in Mauer

Nach Blitzeis kracht ein voll besetzter Schulbus in Lennestadt in eine Mauer. 18 Kinder sind leicht verletzt. Über 45 Einsatzkräfte sind vor Ort.
Schulbus kracht bei Blitzeis in Mauer
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