Heimatschutzverein

19-jähriger Marcel Kühr ist Schützenkönig im Negertal

Das Königspaar Marcel Kühr und Hanna Kaiser mit dem neuen Major Manuel Ochibowski. 

Foto: Nicole Voss

Das Königspaar Marcel Kühr und Hanna Kaiser mit dem neuen Major Manuel Ochibowski.  Foto: Nicole Voss

Neger.   Marcel Kühr ist der neue König des Heimatschutzvereins Neger. Der 19-Jährige zählt zu den jüngsten Königen und setzt eine Familientradition fort.

Für eine gelungene Überraschung sorgte der neue König des Heimatschutzvereins Neger, Marcel Kühr, am Samstag an der Vogelstange in Neger. Spontan und beherzt griff der 19-Jährige zum Gewehr und war auch gleich in seinem ersten Anlauf erfolgreich. Schuss für Schuss führte der Straßenwärter beim Bauhof der Stadt Olpe den Garaus des Aars herbei. Daran konnte auch Mitbewerber Marvin Stracke nichts ändern.

Die Anwärter hatten es mit einem zähen Exemplar zu tun. 168 Mal knallten die Büchsen, bis der Königsvogel endgültig besiegt war. Der 19-Jährige zählt zu den jüngsten, bisherigen Königen in der 62-jährigen Geschichte des Heimatschutzvereins und die stammen kurioser Weise aus seiner Familie.

Ein zäher Vogel

Sein Großvater Johannes Kühr schoss 1962 mit 19 Jahren den Königsvogel ab. Vater Stefan Kühr war ebenfalls mit 19 Jahren beim Königsvogelschießen erfolgreich und regierte 1987. Die Riege der Majestäten aus der Familie lässt sich noch fortsetzen. Der Großvater mütterlicherseits, Heinz Grammel regierte 1965 vier Wochen vor der Hochzeit mit seiner Frau Rosemarie als König und 1986 als Kaiser.

Zu seiner Mitregentin erwählte sich Marcel Kühr seine Freundin Hanna Kaiser aus Hofolpe. Die 19-jährige ist als Bundesfreiwilligendienstlerin im Kindergarten Langenei tätig und hat selber schon Regentschaftserfahrungen gesammelt. In ihrem Heimatort wurde sie im Jahr 2015 als Jungschützenkönigin gefeiert. Ihre Eltern Karl-Heinz und Margret Kaiser standen 2007 als Königspaar an der Spitze des Heimatschutzvereins Hofolpe-Heidschott.

Bürgermeister Peter Weber gehörte schon an der Vogelstange zu den ersten Gratulanten und die Gratulationen wurden nach dem Einmarsch ins Festzelt fortgesetzt. Auf Nachfrage, bei Marcel Kühr, was es für ein Gefühl ist, als König im Negertal zu regieren, antworte er prompt: „Erst war mir mulmig, dann ein Super-Gefühl. Alle stehen hinter mir.“

Vor der Proklamation standen die Ehrungen auf dem Programm. Mit einem Blumenstrauß wurden die 50-jährige Jubelkönigin Hiltrud Ohm und die 40-jährige Jubelkönigin Brunhilde Schoppe ausgezeichnet. Einen Blumenstrauß erhielt auch die 25-jährige Jubelkönigin Marita König, die mit ihrem Mann Alfons, der seinen Jubelkönigsorden erhielt, vor 25 Jahren als Majestäten gefeiert wurden.

Viele Ehrungen

Die langjährigen Mitglieder: 60 Jahre: Johannes Kühr (Unterneger), Theo Wolfschläger (Oberneger).

40 Jahre: Günther Hesse, Karl-Josef Huckestein, Reimund Hundt, Albert Ohm, Helmut Schoppe, Josef Schoppe, Helmut Zeppenfeld, Manfred Witt (Unterneger),Hermann-Josef Rüsch (Mittelneger), Reinhold Schröder (Oberneger), Georg Struck (Bürberg), Herbert Struck (Bremge).

25 Jahre: Hans Damm, Thomas Damm, (Oberneger)Tobias Grammel (Unterneger), Matthias Hahn (Alfter), Wilhelm Lamberts (Kerpen). Dem 40-jährigen Vereinsmitglied und amtierenden Kaiser Karl-Josef Huckestein übermittelte Manuel Ochibowski beste Genesungswünsche.

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